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Güstrower Anzeiger

18. Dezember 2017 | 17:41 Uhr

Blutspende : Auf heißen Öfen zum Aderlass

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Güstrower Biker „Grey Bulls“ mussten 2014 zwei schwere Unfälle verkraften / Beteiligung an Blutspendeaktion

Sonnabend früh, kurz nach 10 Uhr. Die Güstrower Biker der „Grey Bulls“ fahren in voller Montur mit ihren heißen Öfen am „Palais 4+“ in der langen Straße vor. Dort hat an diesem Vormittag der DRK-Blutspendedienst Quartier bezogen, und genau das ist das Ziel der Motorradfahrer.

„Wir spenden pro Jahr etwa drei- bis viermal Blut. Das hat bei uns Tradition. Dieses Mal haben wir die hohe Zahl von Verkehrsunfällen mit Zweirädern zum Anlass genommen, um in unserem Verein wieder einmal intensiv für das Blutspenden zu werben“, sagt „Grey Bulls“-Chef Torsten Köpnick. Mit Erfolg. Elf der 22 Vereinsmitglieder erklärten sich spontan zum freiwilligen Aderlass bereit, darunter auch einige Biker, die längere Pausen eingelegt hatten.

Die Aktion hat aber auch eine tragische Vorgeschichte. Im zehnten Jahr ihres Bestehens waren zwei Vereinsmitglieder in Unfälle verwickelt und erlitten teilweise sehr schwere Verletzungen. Einer ereignete sich, als die Gruppe zur gemeinsamen Urlaubsausfahrt im Juli starten wollte. „Das ist heftig, so schlimm hat es uns noch nie getroffen“, resümiert Köpnick.

Am kommenden Wochenende wollen die Biker die damals selbstverständlich abgebrochene Ausfahrt mit einer Tour nach Polen nachholen. Ansonsten geht die Saison ihrem Ende entgegen. „Anfang November wollen wir den Abschluss des Biker-Jahres feiern“, blickt der Chef voraus.

Wie in jedem Jahr steht dann aber noch die Weihnachtsfeier, die die Biker für bedürftige Kinder ausrichten, im Kalender.

Und für den Winter haben sich die Mitglieder ein besonderes Projekt vorgenommen. „Einer unserer Freunde von den Elektro-Rollstuhl-Hockeyspielern hat eine Schwalbe ‚Duo 2’. Die wollen wir reparieren und daraus ein Schmuckstück machen“, verspricht Köpnick.


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