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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 13:22 Uhr

Abwasser : Auf die alten Pumpen ist Verlass

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Aber Schacht ist in die Jahre gekommen und wird saniert

Noch mindestens zwei Wochen buddelt die Eurawasser Nord GmbH im Auftrag des Wasserversorgungs- und Abwasserzweckverbands Güstrow-Bützow-Sternberg (WAZ) an der Kreuzung Kühlungsborner Straße/ Wismarsche Straße in Bützow. Deshalb müssen sich Autofahrer immer mal wieder auf Verkehrsbehinderungen einstellen.

Die Firma Mecklenburger Kanalbau saniert an dieser Stelle das Abwasserpumpenwerk. Die Arbeiten hatten bereits Ende vergangenen Jahres begonnen und werden nach der Weihnachtspause nun vorzeitig weitergeführt. „Da der Winter nicht wirklich gekommen ist, hat die Firma angefangen“, so Andreas Russ, Gebietsdirektor Rostocker Land von Eurawasser.

Der Abwassersammelschacht wird komplett ausgetauscht und durch einen neuen ersetzt. Grund ist die marode Bausubstanz der Anfang der 1970er-Jahre erbauten Anlage. Der neue Sammelschacht sei deutlich korrosionsbeständiger als der mit dem veraltete Materialien. „Die Pumptechnik bleibt aber die alte“, informiert Russ. Diese funktionierten noch reibungslos.

Derzeit sorgt ein Provisorium dafür, dass das Abwasser umleitet wird. So sollen Engpässe während der Baumaßnahmen verhindert werden. Später werden neue Ab- und Zuläufe angeschlossen und verlegt.

Die Arbeiten am Abwasserpumpenwerk schlagen mit insgesamt circa 60 000 Euro zu Buche. Auch ein Ende der Arbeiten ist schon jetzt absehbar: „Wenn die Witterung es zulässt, ist bis Mitte Februar alles erledigt.“


Weitere Investitionen stehen 2015 noch an


Im Bereich Bützow ist damit eine der geplanten Investitionen in diesem Jahr direkt erledigt. Weitere Arbeiten stehen in den kommenden elfeinhalb Monaten an. Insgesamt will die WAZ in diesem Jahr rund 3,6 Millionen Euro verbauen (SVZ berichtete). Die Hälfte des Geldes wird im Bereich Trinkwasser ausgegeben.

In Jürgenshagen werden in diesem Jahr im Bereich der Blumenstraße die Schmutzwasserleitungen umverlegt. Dort entstehen Eigenheime. Zuvor wolle man das Leitungsnetz entflechten“, so Verbandsgeschäftsführerin Katja Gödke. Rund 105 000 Euro sind dafür eingeplant.

Deutlich höher falle die Investition mit rund 800   000 Euro in Krakow am See aus. Im Abwasserbereich steht in Laage mit 260 000 Euro ein größeres Bauvorhaben an.

Bereits angefangen wurde auf der Kläranlage in Wolken mit dem Bau einer Fäkal-Annahme. Hintergrund: Um die genaue Menge des Klärschlamms aus Kleingärten und von Wochenendgrundstücken zu erfassen, bedarf es eines so genannten Übergabepunktes. Nur so können die Kosten genau ermittelt werden. Einen solchen Übergabepunkt gab es aber bisher nur in Rostock. Deshalb mussten Hobbygärtner und Besitzer von Wochenendgrundstücken tiefer in die Tasche greifen. Das sollte sich dann mit der Fäkal-Annahme ändern, so Gödke. Obwohl sie natürlich keinen Einfluss darauf hat, wie die Firmen ihre Kosten kalkulieren und dann an den Kunden weitergeben. Bisher sei aber immer ein Argument gewesen, dass sie den Klärschlamm nach Rostock bringen müssen. „Das wird dann zum Saisonbeginn 2015 anders sein“, so Gödke.


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