Regionale Schule Krakow am See : Auf dem Weg zur „Naturparkschule“

Noch steht kein Name am Krakower Schulgebäude. Als „Naturparkschule“ könnte das Haus sich dennoch schon bald besonders auszeichnen.  Fotos: Eckhard Rosentreter
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Noch steht kein Name am Krakower Schulgebäude. Als „Naturparkschule“ könnte das Haus sich dennoch schon bald besonders auszeichnen.

Regionale Schule Krakow am See kooperiert mit Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide. „Name“ als Attraktivitätszeichen.

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29. Mai 2017, 21:00 Uhr

Die Regionale Schule Krakow am See wird „Naturparkschule“. Am 1. Juni wird ein Kooperationsvertrag zwischen der Schule mit Grundschulteil und dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide abgeschlossen, kündigt Schulleiterin Heike Watzke an. Anfang des nächsten Schuljahres, so hofft die Schulleiterin, könnte das Haus den auszeichnenden Titel verliehen bekommen. Der gelte dann für fünf Jahre.

Bis dahin sind noch diverse Aktivitäten geplant. So werde im Juni für das Kollegium eine Fortbildung im Karower Meiler organisiert. Dabei gehe es mit Theorie und einer Wanderung zu ausgewählten Punkten im Naturpark speziell um das Thema Schilfrohr. In der Schule selbst werde beim Sommerfest am 19. Juli das Umweltmobil des Naturparks eintreffen und mit verschiedenen Demonstrations- und Mitmachangeboten eingebunden sein.

Ab dem kommenden Schuljahr werde dann jede Schulklasse zu bestimmten Themen Kontakt zum Naturpark halten. So werden zum Beispiel die Mädchen und Jungen der 1. und 2. Klassen zu Naturpark-Rangern ausgebildet. Heike Watzke: „Wir wollen den Kindern unsere Natur und ihre Ressourcen nahe bringen und damit die Heimatverbundenheit festigen.“ Den Gartenverein will sich die Schule dazu auch mit ins „Boot“ holen. Heike Watzke: „Das passt.“

Schon seit dem vergangenen Jahr arbeiten die Schule und der Schulförderverein an dem Konzept „Naturparkschule“. Ein Ausgangspunkt war die wieder einmal nur mit „Ausnahme“ erteilte Markierung von Krakow am See als weiterführender Schulstandort. Damit dürfen weiterhin bis mindestens 2020 Grundschüler nach Versetzen in die 5. Klasse im Luftkurort verbleiben. Die Ausnahme musste wiederholt herhalten, weil die Schülerzahlen im Einzugsbereich seit Jahren die Mindestanforderungen nicht erfüllen. Kommune und Schule müssten deshalb zu einem Entwicklungskonzept finden, das geeignet ist, den Schulstandort Krakow am See langfristig zu sichern, meint Lothar Fetzer vom Schulförderverein. Für die Schule ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen, könnte sehr hilfreich sein, die Schule nach außen attraktiver erscheinen zu lassen. Und was läge da für Krakow am See näher, als den reichhaltigen Fundus seiner natürlichen Umgebung, der Seen und Wälder zu nutzen? Für den Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide wäre es jedenfalls die erste Schulpartnerschaft in dieser Art, so Fetzer, und man sei dort von vornherein auf ein positives Echo gestoßen.

So ganz nebenbei könnte sich mit dem Konzept auch eine andere Sache erledigen: die Suche nach einem Namen für die Schule. Zwar werde es den Titel „Naturparkschule“ für immer nur fünf Jahre geben, erklärt Heike Watzke. Doch es soll ja nicht bei einer Auszeichnungs-Periode bleiben, sondern der Quasi-Name möglichst immer wieder neu erworben und sichtbar gemacht werden. Die Kollegen seien jedenfalls für das Projekt sensibilisiert und „eindeutig dafür“, sagt die Schulleiterin. Längst sei die Schule dabei, ihre Lehrpläne in geeignetem Maße für das Vorhaben abzustimmen. „Mathe, Deutsch und so weiter werden aber natürlich die Schwerpunkte in den Lehrplänen bleiben“, stellt Lothar Fetzer auch klar.

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