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Speedway Güstrow : Auf dem Weg zum Grand-Prix-Challenge?

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

MC Güstrow meisterte U21-WM-Lauf trotz Regens bravourös . Weitere internationale Rennen im Fokus

svz.de von
erstellt am 11.Sep.2017 | 08:00 Uhr

Es war eine kluge Entscheidung des MC Güstrow, in weiser Voraussicht, dass der Regen stundenlang anhält, einen Abend vor dem 2. U21-Speedway-WM-Rennen am Freitag die 298 Meter lange Bahn mit Folie auszulegen. Werner Mell, erfolgreicher Ex-Speedwayfahrer: „Wir haben fünf Stunden gewirbelt. Das war eine tolle Leistung, die sich aber gelohnt hat.“ Zwar war die Bahn, nachdem die Folie weggeräumt war, in den ersten Rennen noch etwas schmierig. Aber besonders zu den Halbfinalläufen und dem Finale zeigte sie sich in einem sehr guten Zustand. Die Folge waren spannende und spektakuläre Rennen (siehe Seite 15).

Die Klubführung haderte zwar mit dem Wetter, das auch dafür verantwortlich war, dass nicht mehr als 1500 Zuschauer diesen hochkarätigen Junioren-WM-Lauf sahen. Aber Thomas Koch, 2. Vorsitzender des MC, filterte das Gute heraus.Schließlich habe der Lauf auf der Kippe gestanden. Nur dank der vielen Helfer sei er zustande gekommen. Koch: „Mit weniger oder ohne Regen wäre es natürlich eine Top-Veranstaltung geworden. Trotzdem sind wir zufrieden. Vor allem auch, dass wir die ,jungen Wilden‘, die nächste Generation der GP-Fahrer, nach Güstrow holen konnten.“

Das will der MC beibehalten. „Wir werden uns auch 2018 um internationale Prädikatsläufe bewerben“, so Koch. Darunter seien ein EM-Lauf und ein WM-Lauf der Junioren. Eine Bewerbung um einen Grand Prix hat der MC nicht vor. Aber ein Grand-Prix-Challenge, die Qualifikation zur WM, wäre ein Rennen, das sich der MC sehr gut auf der Güstrower Bahn mit seiner neuen Tribüne, die Pfingsten 2018 fertig wird, vorstellen könne, ließ sich Thomas Koch entlocken.

Das Wetter hatte aber auch sein Gutes für die Fans. Weil beim GP in Teterow das Training ausfiel, kamen einige WM-Fahrer nach Güstrow, darunter Tai Woffinden (GB) und Chris Holder (AUS), der Bruder Jack Tipps gab.

Um Rat gefragt wurde von vielen Youngstern Rafal Haj, der Mechaniker von Noch-Weltmeister Greg Hancock. Er gab gern seine Erfahrungen weiter und wird es vermutlich auch tun, wenn der US-Altmeister nicht mehr starten sollte. Denn es deutet sich an, dass Hancock jungen Fahrern zur Seite stehen will.

An der Bande waren aber auch wieder Speedway-Größen vergangener Jahre zu sehen. Tomas Topinka unterstützte Eduard Krcmar (CZ). Auch der Amerikaner Sam Ermolenko, Weltmeister 1993 in Pocking, schaute im Fahrerlager zu den Junioren.

In offizieller Funktion war Armando Castagna in Güstrow, als Vorsitzender der FIM-Bahnsportkommission. Der Italiener kommt immer besonders gern nach Güstrow, weil er als Fahrer von der Güstrowerin Ute Obermann gemanagt und bis zu seinem Karriereende 2001 einige Jahre für den MC Güstrow in der Bundesliga fuhr. Heute ist er wieder zu Hause in Arzignano, Region Vicenze. Dort betreibt er ein Hotel und ein Restaurant. Wenn er nicht in Sachen FIM und Speedway unterwegs sei, verriet er, stehe er jeden Tag am Grill und versorge seine Gäste: molto bene, sehr gut!



 

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