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Vereine : Auf dem Pferderücken durch die Region

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Die Vereinigung der Freizeitreiter und –fahrer (VFD) ist offen für alle Pferderassen und Reitweisen. Höhepunkte des Vereinslebens sind die gemeinsamen Wanderritte.

svz.de von
erstellt am 12.Sep.2016 | 12:12 Uhr

Der VFD-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern ist ein eingetragener Verein, der die Interessen von Freizeitreitern und –fahrern in Deutschland vertritt vertritt. 1999 gegründet, gehören ihm inzwischen knapp 200 Mitglieder an. Die Geschäftsstelle des Vereins wird in Langhagen von Orla Götz betreut. Ihr Mann Uwe ist seit zwei Jahren Vereinsvorsitzender. „Etwa zwischen 70 bis 80 Mitglieder kommen aus dem Landkreis Rostock“, schätzt er. Die Vernetzung im Flächenland MV wird über einen erweiterten Vorstand gewährleistet.

Was aber steckt hinter der Interessenvereinigung VFD? „Wir sind kein Sportverein“, beteuert Götz. „Wir betrachten das Pferd nicht als Mittel zum Zweck, um über Hindernisse zu springen, im Dressurviereck sportliche Leistungen zu zeigen oder zu voltigieren. Uns geht es darum, unsere Pferde artgerecht zu halten, sie als Partner zu schätzen und mit ihnen die Natur zu erleben“, sagt Götz. Dabei gibt es keine Einschränkungen, die VFD ist offen für alle Pferderassen und Reitweisen. „Viele Freizeitreiter wählen Alternativen in Sachen Zäumung und Ausrüstung. Sie reiten zum Beispiel mit baumlosen Sätteln oder ganz ohne Sattel, benutzen Trensen ohne Mundstücke aus Metall, andere verzichten darauf, ihre Pferde beschlagen zu lassen“, weiß der Vereinschef. Höhepunkte im Verein sind organisierte Wanderritte über mehrere Tage. So begann Anfang Juni eine viertägige Tour, die von Langhagen über Wooster Teerofen, durch die Nossentiner Heide und das Mildenitztal nach Dobbin und Lenzen führte.

„Wir wurden unterwegs herzlich begrüßt, die Leute boten unseren Pferden Wasser an und erkundigten sich nach dem Woher und Wohin“, erinnert sich Uwe Götz. „Und schön waren die Abende am Lagerfeuer, bei lockeren Gesprächen, handgemachter Gitarrenmusik und viel Reiterromantik“, ergänzt seine Frau. In den Wintermonaten bereitet das Ehepaar die Touren vor. „Wir stecken Tagesabschnitte von 20 bis 30 Kilometern ab, sorgen für Übernachtungen für Pferd und Reiter, fahren auch schon mal Abschnitte der Strecke mit dem Fahrrad ab und reden mit Waldbesitzern, Landwirten und Gemeindevertretern“, sagt Uwe Götz.

Der Landesverband setzt sich für ein umfassendes Reitwegenetz in Mecklenburg-Vorpommern ein und arbeitet eng mit dem Tourismusverband zusammen. Erst kürzlich wurde ein Kooperationsvertrag zwischen beiden Verbänden unterzeichnet.

Die Vereinigung hält ein umfangreiches Angebot an Aus- und Weiterbildungskursen, Gesprächsrunden, Vorträgen und Stammtischen vor. Im Verein verantwortlich dafür ist die Güstrowerin Yvonne Adam. „Es beginnt bei uns mit Kursen zur Pferdehaltung und zur Pferdekunde, wir bieten eine Ausbildung im Gelände an und legen viel Wert auf Sicherheit im Straßenverkehr“, zählt die 35-Jährige einige Themen auf. Besonders gefragt seien zurzeit die Kurse „Erste Hilfe für das Pferd“. Aber auch die Stammtische mit unterschiedlichen Themen finden großen Zuspruch. So wird am 4. November auf Gut Gremmelin zu einem Bildvortrag über Wildpferde im Wolfsgebiet im Norden Portugals eingeladen. Kontakt aufnehmen mit der VFD kann man auch am 2. Oktober beim 16. Landesbreitensportturnier in Güstrow. „Dort sind wir als Verein das erste Mal dabei“, bestätigt Yvonne Adam.

Freizeitreiten erfreut sich steigender Beliebtheit. Das zeigt sich auch an steigenden Mitgliederzahlen im Verein. „2015 haben wir 15 neue Mitglieder gewonnen, in diesem Jahr sind es schon 25“, blickt Orla Götz auf die Statistik. „Wir sind interessiert an Reitern, Fahrern und Pferdehaltern, die unsere Ziele mittragen und sich aktiv in die Vereinsarbeit einbringen“, sagt der Uwe Götz.




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