Rettungsübung am Inselsee : Auch Retter müssen Retten üben

Marvin Rohde übt unter Anleitung von Wolf-Ulrich Pettke an einer Puppe Wiederbelebungsmaßnahmen.
Marvin Rohde übt unter Anleitung von Wolf-Ulrich Pettke an einer Puppe Wiederbelebungsmaßnahmen.

Knapp 30 Kameraden der DRK-Wasserwacht frischten ihr Wissen am Inselsee auf.

svz.de von
27. Juni 2016, 05:00 Uhr

Der Badestrand am Inselsee war am Sonnabendnachmittag bei brütender Hitze gut besucht, als plötzlich ein Ruderboot ablegte und ein Mensch aus dem Wasser gezogen wurde. Wiederbelebungsmaßnahmen wurden eingeleitet. Was war passiert?

„Wir haben für die Kameraden der DRK-Wasserwacht eine Übung angesetzt“, lieferte Mark Loeschke, seit 2014 Kreisleiter der Wacht, die beruhigende Antwort. Für die teilnehmenden knapp 30 Kameraden, darunter zahlreiche Jugendliche, war ein Stationsbetrieb eingerichtet worden. Volker Schmidt, Stellvertreter von Loeschke und Leiter einer Jugendgruppe, stellte Wurfretter, Rettungsball und Rettungsring vor und ließ Ziel- und Weitwurf üben. An anderer Stelle führte Wolf-Ulrich Pettke die Herz-Lungen-Wiederbelebung an der Puppe vor und stellte den Automatischen Externen Defibrillator vor. Pettke ist Mitarbeiter im DRK-Rettungsdienst und unterstützt die Wasserwacht schon seit Jahren ehrenamtlich. An der dritten Station schließlich stand die Rettung einer verunglückten Person vom Boot aus auf dem Programm.

In der Wasserwacht des DRK-Kreisverbandes Güstrow sind etwa 160 Erwachsene, darunter zirka 60 aktive Mitglieder, und etwa 70 Kinder und Jugendliche organisiert. Wichtigste Aufgabe ist die Sicherung des Badebetriebes am Inselsee, in Bützow sowie in der Badeanstalt Krakow am See mit Rettungsschwimmern. „Im vergangenen Jahr haben knapp 40 Kameraden am Inselsee ihren Dienst versehen“, blickt Christian Möller in die Statistik. Der 75-Jährige ist als Wachleiter für den Einsatz der Rettungsschwimmer am Inselsee verantwortlich, übergibt diese Aufgabe am Saisonende aber an Thomas Oehring und Sabine Siegmund.

Zu lebensrettenden Einsätzen mussten die Kameraden in den letzten Jahren nicht ausrücken. „Das Häufigste war die Erstversorgung von Schnittwunden, die Behandlung von Insektenstichen oder Hilfe, wenn Personen mit der Hitze nicht zurechtkamen“, bilanziert Mark Loeschke. Dennoch will die Truppe für den Ernstfall gerüstet sein, stehen von Zeit zu Zeit Übungen wie am Sonnabendnachmittag auf dem Plan.


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