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Leserdebatte in Güstrow : Auch ohne Stahlhof viel Leerstand

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Immer mehr Geschäfte im Güstrower Stadtzentrum schließen / Leser diskutieren zum Thema „Einkaufen in der Güstrower Innenstadt“

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2015 | 04:30 Uhr

Eine heftige Diskussion zum Thema „Einkaufen in Güstrow“ hat im Internet unser am Sonnabend veröffentlichter Beitrag „Einkauf im Stahlhof begrenzt“ entfacht. In diesem wird darüber berichtet, dass der Hauptausschuss der Stadtvertretung eine Begrenzung der Einkaufsfläche im Stahlhof hinter dem Kino empfiehlt. So will man die Geschäfte der Innenstadt schützen und ein belebtes Stadtzentrum erhalten. Doch schon jetzt stehen viele Geschäfte der Innenstadt leer. Dabei ist das Einkaufen im Stahlhof noch weit hin.

Hier einige Auszüge aus der Diskussion:

Martin Awe: „Wenn Läden in der Innenstadt am Freitag und Samstag noch nicht einmal bis mindestens 18 Uhr aufhaben, braucht Ihr diese Läden auch nicht zu schützen. Wer in der Haupteinkaufszeit lieber zu Hause sitzt als den Laden zu öffnen, richtet sich schon selbst zugrunde. Innenstadtbelebung kann nur erfolgen, wenn ich eine gesunde Mischung an Geschäften, Cafés und Restaurants vorfinde… Und nein, ein Bäcker ist kein Café!

Olaf Paarmann: „Sicherlich ist nicht alles super, aber vielleicht sollte man auch mal versuchen, die positiven Dinge zu sehen und diese zu verbessern.“ Paarmann hofft, dass immer mehr Rostocker nach Güstrow ziehen, weil dort die Immobilienpreise so hoch sind. Und dass sie mehr Kaufkraft nach Güstrow bringen. „Mit der Kaufkraft steigt auch wieder die Qualität des Angebotes, was ja schon spürbar ist. Die Lebensqualität stimmt in Güstrow, wenn jeder versucht, etwas dazu beizutragen und die Stimmung positiv ist. Dann sind Investoren und Privatleute auch bereit, Geld zu investieren.“

Frank Burghardt:„Eine fragwürdige Entscheidung ist es, in exponierter Lage jetzt noch eine weitere Schnellbäckerei anzusiedeln. Schön für den Verpächter, schlecht für eine vernünftige Angebotspalette.“

Martin Awe: „Die Stadt Güstrow muss sich als eine Art ,verlängerter Vorort von Rostock’ sehen _– dazu gehört es nicht, dass Läden am Samstag Mittag schließen. Und dazu gehört ein vernünftiges Angebot.“

Klaus-Peter Hogh: „Die zig Bäckerläden in der Stadt braucht man nicht schützen, davon können etliche zumachen. Und die paar anderen Läden? Welche?“

Wilfried Minich: „An alle, die so genau wissen, was in Güstrow gebraucht wird: Legt los, investiert, macht einen Laden auf, ein Geschäft! Werdet zum Unternehmer in der Stadt! Traut euch! Tragt das Risiko! Zahlt die Mieten und euer Personal! Und dann... Nach mindestens zwei Jahren sehen wir weiter… Es ist so einfach, sich etwas zu wünschen und zu fordern… und Ratschläge zu geben. Machen!“

Frank Burghardt: Ziel muss sein, die Leerstände in der Innenstadt dauerhaft zu vermieten, bevor weitere Flächen geschaffen werden. In den letzten Tagen wurde wieder eine Boutique am Pferdemarkt leer geräumt. Allianz am Markt leer, Verve im Grünen Winkel leer (in die Hansenstraße umgezogen), in der Engen Straße drei Läden leer, in der Hageböcker mehrere Läden leer, Sport Draeger aus Altersgründen bald leer, HypoVereinsbank leer und, und, und...“

Gisa Wie: „Also, ich vermisse das Durch-die-Stadt schlendern“. Wäre schön, wenn wir wieder mehr Geschäfte in der Innenstadt hätten. Ich finde es echt traurig, wie trostlos manche Seitenstraßen aussehen…“

Wilfried Minich: „Absolut notwendig sind in der Stadt ausreichend Parkplätze. Eine Tiefgarage wäre optimal… Parken auf dem Markt wäre aber schon ein erster neuer Schritt!“

 



 

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