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Recknitzstadt Laage : Auch Laage zeigt jetzt Flagge

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Innenminister Lorenz Caffier überbrachte Genehmigung rechtzeitig zur 800-Jahr-Feier der Recknitzstadt in diesem Jahr.

Laage darf jetzt Flagge zeigen. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) brachte am Montagabend die Genehmigung des Innenministeriums und natürlich die Flagge mit ins Stadt- und Vereinshaus der Recknitzstadt. Die neue Flagge hat auf gelbem Grund den Werlschen Stier. Der ziert schon seit dem 14. Jahrhundert das Wappen und das Siegel der Stadt. Eine Flagge hatte Laage bisher aber nicht.

Im Rathaus wird der schwarze Stier mit dem geschlossenen Maul und der roten Zunge, zwischen dessen silbernen Hörnern eine rote Lilie wächst, auch liebevoll „Laager Ochsenkopp“ genannt, erzählte Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst (CDU) bei der Übergabe. Die Flagge wird jetzt auf dem Rathaus wehen. Die Stadtvertretung hatte den Beschluss im Dezember 2015 auf den Weg gebracht und dafür die Hauptsatzung geändert. Ein guter Grund dafür war das 800-jährige Bestehen Laages in diesem Jahr. Für die Bürgermeisterin ist die Genehmigung des Ministeriums daher auch ein wichtiger Bestandteil der Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum. Umso mehr war es der Verwaltung und der Stadtvertretung wichtig, zu der Flaggen-Übergabe all jene Laager einzuladen, die seit 1990 in der Stadtvertretung, in den Ausschüssen des Stadtparlaments sowie in den Aufsichtsgremien der kommunalen Gesellschaften mitarbeiten bzw. sich durch ihre Tätigkeit für die Historie Laages mit der Stadt verbunden fühlen.

Die Recknitzstadt erfüllte sich mit der Flagge einen lang gehegten Wunsch, der das erste Mal 1990 realisiert werden sollte. In der Hauptsatzung hatten die damaligen Stadtvertreter für die Flagge einen weißen Grund mit dem Wappen der Stadt und einem blau-gelb-roten Farbband vorgegeben. Indes: Die Experten der Flaggenkunde – Vexillologie – hatten dazu eine andere Meinung und es gab keine Genehmigung. In den Jahren danach blieb es bei dem in der Hauptsatzung formulierten Wunsch nach einer Flagge – bis zum jetzigen Montag.

Eine Flagge sei ein Stück Geschichte, sie habe Bezug zur Geschichte des Ortes und berühre emotional, begründete Lorenz Caffier die Entscheidung. Es sei für sein Ministerium daher kein Problem gewesen, der Flagge zuzustimmen. „Außerdem sind Flaggen eine gute Tradition. Die Flagge wird das Stadtbild mit Sicherheit verschönern“, begründete der Minister sein Erscheinen zu diesem „besonderen Termin“.

Wie emotional ein solcher Moment dann tatsächlich werden kann, bewies eine Initiative von Fritz Abs. Als alle Anwesenden für ein Erinnerungsfoto hinter der Flagge standen, stimmte der 82-Jährige mit Inbrunst das Mecklenburg-Lied an – und alle fielen ein.

 

Hintergrund:

   Der Bezug der neuen Flagge für die Stadt Laage zum alten Mecklenburg ist augenscheinlich. Wie im Wappen der Stadt  dominiert auch in der Flagge der so genannte Werlsche Stierkopf. Er ist das Symbol einer Seitenlinie des Mecklenburgischen Herrscherhauses.    I Die Symbolik des Wappens – und damit der Flagge – entspricht dem Inhalt des Siegels der Stadt Laage aus dem 14. Jahrhundert. Es gibt also eine über 600 Jahre alte Linie, die zur jetzigen Flaggen-Übergabe führt:

vom Siegel über das Wappen bis hin zur jetzigen Flagge. Sie besteht aus gelbem Tuch und ist in der Mitte mit der Figur des Stadtwappens belegt, die zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt: ein hersehender schwarzer Stierkopf mit geschlossenem Maul und ausgeschlagener roter Zunge, zwischen dessen silbernen Hörnern eine rote Lilie aufwächst.

 

 

 

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