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Landkreis Rostock : Asylunterkünfte im Landkreis sicher

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Landkreis veranlasste nach Anschlag in Groß Lüsewitz Sicherheitsüberprüfung

von
erstellt am 31.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Eine Sicherheitsüberprüfung mehrerer Unterkünfte für Asylbewerber im Landkreis Rostock ist positiv ausgefallen. „Gravierende Sicherheitsmängel bestehen nicht“, betonte Landrat Sebastian Constien auf der Sitzung des Kreistages in dieser Woche.

Nach dem Anschlag vom 11. Oktober in der dezentralen Unterbringung in Groß Lüsewitz habe der Landkreis eine solche Überprüfung für geboten gehalten. Unbekannte hatten zwei Brandsätze geworfen. Es soll sich um zwei mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Bierflaschen gehandelt haben, die gegen die Hauswand flogen. Das Gebäude war dabei nicht in Brand geraten (SVZ berichtete).

Die Gemeinschaftsunterkünfte in Güstrow und Bad Doberan sowie die dezentrale Unterbringung in Groß Lüsewitz wurden unter die Lupe genommen. Dabei hätten insbesondere Aspekte des Brandschutzes und der Betreuung eine Rolle gespielt, berichtet Constien. Neben Mitarbeitern der Kreisverwaltung hätten Vertreter der Polizei und von Feuerwehren sowie Mitarbeiter der örtlichen Ordnungsämter teilgenommen. „Die Einrichtungen werden stündlich von der Polizei angefahren. In den vier Gemeinschaftsunterkünften ist eine 24-Stunde-Betreuung durch entsprechendes Betreuungspersonal bzw. in der Nacht durch einen Wachschutz gewährleistet“, stellt der Landrat fest. Auch für die dezentrale Unterkunft in Groß Lüsewitz sei von 16 bis 8 Uhr durch einen Wachschutz gesichert. Auch dort schaue die Polizei stündlich vorbei.

Die genannten Sicherheitsvorkehrungen, so Constien, seien die eine Seite, andererseits warb er bei Kommunen und Bürgern erneut für ein offenes Miteinander und für Toleranz. Constien: „Die Integrationsarbeit muss weiter auf hohem Niveau fortgesetzt werden. Nur so können wir Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz wirksam begegnen.“


Flüchtlinge in Kühlungsborn


Der Landkreis informiert weiter, dass er Asylbewerber kurzfristig im Jugend- und Gästehaus des Vereins „Ohne Barrieren“ im Ostseebad Kühlungsborn unterbringen werde. Die Nutzung dieses Objektes sei zeitlich bis Mitte März 2015 begrenzt. Geplant sei die Unterbringung von bis zu 50 Personen, die später in eine Gemeinschaftsunterkunft in Jördenstorf und in den kürzlich vom Landkreis angekauften Wohnblock in der Güstrower Werner-Seelenbinder-Straße wechseln sollen. Beide Unterkünfte müssen für ihre künftige Nutzung noch hergerichtet werden.

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