Güstrow : Arbeitsleben im Kindergarten verbracht

Marita Baars drückte beim Abschied viele, hier Pauline Boddin und Annabell Gramatzki.
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Marita Baars drückte beim Abschied viele, hier Pauline Boddin und Annabell Gramatzki.

Marita Baars in Kita „Südlichter“ verabschiedet / 35 Jahre in dieser Einrichtung gearbeitet

svz.de von
04. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Es war gestern kein leichter Tag für Marita Baars. Die 63-jährige Erzieherin, zuletzt in der Kita „Südlichter“ des Deutschen Roten Kreuzes tätig, wurde von Kindern und Mitarbeitern verabschiedet. „Es war mein Traumberuf und ich habe mich hier im Team sehr wohlgefühlt“, sagte sie. So manche Träne musste verdrückt werden als die Kinder Abschiedslieder sangen. Unter anderem ließen sie ein selbst gedichtetes erklingen. „Baarsi, wir haben dich lieb – wir drücken dich ganz fest“, hieß es darin.

In Güstrow geboren, absolvierte Marita Baars ihre Ausbildung zur Kindergärtnerin in Schwerin. Ab 1969 arbeitete sie ohne Pause in diesem Beruf. Kurze Zeit ging sie nach Goldberg, war dann aber auch im Güstrower Dachssteig und im Tolstoiweg in Einrichtungen tätig. 1978 wurde eine Leiterin für die Südstadt-Einrichtung in der Friedrich-Engels-Straße gesucht. „13 Jahre habe ich hier als Leiterin gearbeitet und bin bis heute sehr gern zur Arbeit gegangen“, so die zweifache Mutter. Eine Zeit lang war sie „Springerin“ und arbeitete in allen Altersgruppen. Besonders gern sei sie aber bei den älteren Kindern gewesen, sagt sie.

Nach einigen Urlaubstagen wird Marita Baars ab Januar 2014 Rentnerin sein. Dann möchte sie das tun, wofür sonst kaum Zeit war: Sport, Handarbeiten und Lesen beispielsweise. „Doch auch die Enkelkinder warten schon“, fügt die vierfache Oma hinzu.

Ihre Leidenschaft und Liebe zum Beruf hat Marita Baars an ihre Töchter weiter gegeben. Beide sind ebenfalls Erzieherinnen. Überhaupt schreibt sie ihrem Mann und ihren Kindern einen Anteil daran zu, dass sie ihren Traumberuf so ausüben konnte. „Die Unterstützung der Familie war wichtig für mich“, betont sie.

Was ihr besonders gut tut? „Wenn ehemalige Kinder, die ich betreut habe, nun ihre Kinder in unsere Einrichtung bringen, weil es ihnen gut gefallen hat“, sagt Marita Baars.

Auch Peter Struve als Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes – das DRK ist Träger der „Südlichter“-Kita – sowie Mitarbeiter des Hauses verabschiedeten die langjährige Mitarbeiterin gestern. „Sie haben ja auch ehrenamtlich viel getan“, erinnerte Struve. Über Jahre kümmerte sich Marita Baars z.B. bei Blutspende-Aktionen um das Wohl der Spender. Zuvor war sie auch im Kreisauskunftsbüro tätig.

Ob die scheidende Erzieherin hin und wieder noch in ihrer ehemaligen Wirkungsstätte vorbei schauen wird? „Wenn ich euch vermisse, dann komme ich her, um euch zu drücken“, versprach sie den Kindern.



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