Theaterprojekt an der Förderschule : Arbeit eines Jahres auf richtiger Bühne präsentieren

Jennifer Russau (l.) und Hannes Stettin führen als Waldwuffel und Moosmutzel durch das aus Liedern bestehende Stück.
Jennifer Russau (l.) und Hannes Stettin führen als Waldwuffel und Moosmutzel durch das aus Liedern bestehende Stück.

Schüler der Anne-Frank-Schule proben am „Traumzauberbaum“ und wollen das Stück im Güstrower und Rostocker Theater aufführen

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30. März 2015, 04:00 Uhr

An einem übers Schuljahr laufenden großen Theaterprojekt arbeiten gegenwärtig Schüler und Lehrer der Anne-Frank-Schule. Die Theatergruppe, in der zwölf Schüler im Alter zwischen neun und 17 Jahren unter der Leitung der Sonderpädagogin Tina Geske mitwirken, hat sich vorgenommen, das Geschichtenlieder-Stück „Traumzauberbaum“ nach Reinhard Lakomy einzustudieren.

Die Premiere dafür steht am 7. Mai um 9.30 Uhr auf dem Spielplan des Ernst-Barlach-Theaters.

„Wir arbeiten sonst das ganze Jahr an einem Stück, das wir in der Anne-Frank-Schule zeigen. Dieses Mal haben wir alles etwas umfangreicher angelegt und wollen die Inszenierung mehrmals aufführen“, sagt Regisseurin Tina Geske. Insgesamt hat sie bereits vier Auftrittstermine vereinbart. So werden die Anne-Frank-Schüler mit dem Stück auch zu den Schultheatertagen nach Rostock fahren.

Damit die Aufführungen gelingen, haben sich die Schüler der Theatergruppe Hilfe geholt. Die Trommelgruppe der Schule, die die Lehrerin Kerstin Hemp leitet, wird das Stück lautstark einleiten und ist für Geräusche wie das Fallen des Regens oder das Reinigen des Traumzauberbaums zuständig. Die Kreativgruppe unter der Leitung der Heilerziehungspflegerin Franziska Hoffmann ist für Ausstattung, Kostüme und Requisiten verantwortlich. „Vom kleinen Blatt am Baum über die Schminke für die Darsteller bis zu den Perücken von Moosmutzel und Waldwuffel müssen wir denken und suchen dafür originelle und kreative Lösungen“, verspricht Hoffmann.

Die Kinder sind mit Feuereifer bei der Sache. „Ich freue mich jedes Mal, wenn wir an dem Stück proben“, versichert „Waldwuffel“ Jennifer Russau (13). Partner Moosmutzel, den Hannes Stettin (14) gibt, ist stolz, dass sie das Stück in einem richtigen Theater spielen werden. Für die Premiere hat Monika Erhard, die Witwe von Reinhard Lakomy, schon mal ein kräftiges „toi, toi toi“ nach Güstrow geschickt. „Frau Erhard hat in dem Stück selbst schon auf der Bühne des Ernst-Barlach-Theaters gestanden. Sie findet toll, was wir machen“, sagt Tina Ges-ke. 


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