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Kunst- und Altertumsverein Güstrow : Arbeit auf viele Schultern verteilt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kunst- und Altertumsverein Güstrow stellt neue und bewährte Projekte vor

Mit abgespeckter Tagesordnung und üppigem Buffet begingen die Mitglieder des Kunst- und Altertumsvereins Güstrow ihre Jahresversammlung. Entfallen musste im Programm ein Bericht zum Stand der Kultur in der Barlachstadt, da die Verwaltung den Termin nicht wahrnehmen konnte. So blieb Zeit für Gespräche an der gedeckten Tafel, für die die Vereinsmitglieder mit lukullischen Beiträgen gesorgt hatten. Wer an dem Abend verhindert war, hatte etwas vorbeigeschickt.

Diese Breite bei der Mitarbeit stellte Vereinschefin Regina Erbentraut auch in ihrem Tätigkeitsbericht fest. „Die angeführten Aktivitäten belegen eine erfreuliche Entwicklung in der Vereinsarbeit: mehr Freiwillige beteiligen sich, beleben damit den Verein und garantieren so ein erfolgreiches Arbeiten des Vereins und seiner öffentlichen Wahrnehmung“, sagte sie. Dass es vieler Schultern bedarf, um die Arbeit zu bewältigen, ist den zahlreichen Feldern geschuldet, auf denen sich der Kunst- und Altertumsverein mittlerweile tummelt. Längst sind zum Gründungszweck vor 124 Jahren, das Stadtmuseum zu unterstützen – was aktuell beim Ankauf eines Gemäldes des Güstrower Malers Heinrich Wilke wieder getan wurde –, weitere Projekte hinzugekommen. Wie beispielsweise der Kinder-Kunst-Kompass, an dem sich seit 2009 zahlreiche Kultureinrichtungen beteiligen und der Kindern und Jugendlichen eine unterhaltsame Feriengestaltung ermöglicht. Auch in diesem Jahr wird es wieder eine Ausgabe geben. „Neben Heidemarie Beyer, die das Projekt bisher betreute, wird nun auch Katharina Reinke daran mitwirken“, kündigte Erbentraut an.

Oder die Kunstnacht, deren bisher 13 Ausgaben allein schon die Erfolgsgeschichte des 2000 gestarteten Projekts belegen. Da Monika Passow, die über viele Jahre die aufwändige Organisationsarbeit leistete, diese Aufgabe abgegeben hat, mussten Vereinsmitglieder einspringen. Die 14. Kunstnacht wird nun von Christine Erben, Katharina Reinke, Jens-Hagen Schwadt, Ingbert Gans und dem Notariat Büdding vorbereitet.

„Die Mithilfe vieler Menschen ist auch beim derzeit ehrgeizigsten Projekt unseres Vereins, dem Anbringen einer Erinnerungstafel an die Demonstrationen im Oktober 1989 am heutigen Amtsgericht, nötig“, sagte Erbentraut. Der renommierte Künstler Jörg Herold habe dafür einen überzeugenden Entwurf vorgelegt, schilderte sie den Stand der Vorbereitungen. Unter der Leitung einer von Ingbert Gans initiierten Arbeitsgruppe, in der Zeitzeugen mitwirken, wurde eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Gebraucht werden, so Erbentraut, etwa 5000 Euro für die Gedenktafel und noch einmal 3000 bis 4000 Euro für ein Heft der Schriftenreihe „Güstrowina“, in der eine historische Betrachtung der damaligen Ereignisse vorgenommen werden soll. Ziel ist es, die Tafel zum 25. Jahrestag der ersten Demonstration am 27. Oktober dieses Jahres einzuweihen. Der Verein hat inzwischen einen Spendenaufruf verfasst, in dem das Vorhaben in Wort und Bild vorgestellt und das Spendenkonto benannt wird.

Die Erarbeitung einer weiteren Publikation über den Verein regte Mario von Weber an. Sie soll 2015 erscheinen, wenn der Kunst- und Altertumsverein seinen 125. Geburtstag feiert.



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