MV-Aquarium : Aquarien-Weltneuheit aus Güstrow

Stolz auf seine Entwicklung: der Güstrower Aquarien-Designer Erik Maik Arnold zeigt sein MV-Aquarium
Stolz auf seine Entwicklung: der Güstrower Aquarien-Designer Erik Maik Arnold zeigt sein MV-Aquarium

Erik Maik Arnold konstruierte erstes Aquarium speziell für Mecklenburg-Vorpommern / Trend geht zu kleinen Becken und Nano-Fischen

von
03. März 2014, 06:00 Uhr

Kann man ein Aquarium bauen, das repräsentativ für Mecklenburg-Vorpommern steht? Dem Güstrower Aquarien-Designer Erik Maik Arnold ist diese Weltneuheit gelungen. „Die größte Herausforderung in der Gestaltung war dabei die Verbindung von Emotion und Funktion, ein Aquarium mit dem sich der Mecklenburger identifizieren kann“, sagt der 47-Jährige. Arnold hat das Becken mit den Landesinitialen „MV“ konstruiert. Die unverwechselbare Keilform entsteht nicht zuletzt durch das unten verbreiterte „V“. In diesem „V“ schwimmen auch die Fische. „Ein Aquarium muss nicht Aquarium bleiben, sondern kann ein Kunstwerk werden“, ist er überzeugt.


Viel Gehirnschmalz in Prototyp geflossen


Klein, aber fein ist die neuartige Entwicklung: 25 Liter fasst das extra für Aquarien-Freunde im Nordosten gebaute Becken. Es existiert bisher nur der Prototyp. „Da ist eine Menge Gehirnschmalz reingeflossen. Es ist mein Baby“, schwärmt Arnold. Deshalb ist das Aquarium auch nicht gerade günstig, rund 2300 Euro. Doch es würden nur beste Materialien verwendet, unterstreicht Arnold. Aluminium, Edelstahl und natürlich Glas. Das Glas werde zudem sandgestrahlt. Die Bauzeit beträgt drei Monate und die Bauweise sei sehr aufwendig. Er stellt sich vor, dass seine Erfindung künftig in Sparkassen oder anderen öffentlichen Gebäuden in MV Platz finden könnte.

Beste Materialien verwendet Arnold, der viele Jahre im Zoofachhandel arbeitete, auch bei seinen anderen Aquarien-Konstruktionen. 14 eigene Prototypen hat er bereits entwickelt und zahlreiche andere Aquarien umgebaut und mit einem neuen Design versehen. 2006 gründete er sein eigenes Label: „My Intention“, das auch patentiert ist. „Schon als Kind habe ich Becken zusammengebaut“, erzählt der gelernte Industrieschmied. Heute hat sich der Aquarien-Designer auf kleine Becken spezialisiert, mit einem Fassungsvermögen von zwölf bis 70 Liter Wasser. „Es gibt einen Trend zu kleinen, gut bedienbaren Aquarien, die mit wenig Aufwand und energiesparend betrieben werden können“, hat Arnold festgestellt. In kleine Becken passen natürlich auch nur kleine Fische. Und so züchtet er Zwerggarnelen, die nur bis zu drei Zentimeter groß werden. Zudem hält er in den vielen Aquarien in seiner Güstrower Wohnung auch Nano-Fische, die nur acht Millimeter klein sind. „Kleine Fische werden immer beliebter.“


Noch viele Aquarien- Ideen im Kopf


Arnold fertigt die Aquarien als Auftragsarbeiten und richtet sich dabei auch nach Kundenwünschen. Dabei sieht er sich nicht nur als Aquarien-Designer, sondern als Künstler. Doch der Markt für solche Kunst-Aquarien sei sehr begrenzt, gibt er selbst zu. Vor allem in den USA und in Südostasien würden sie jedoch sehr gut ankommen. Zwei neue Designs hat der Güstrower gerade in Arbeit. „Ich habe noch viele Ideen im Kopf“, sagt Arnold. So auch „Asymetrie“, ein Aquarium bei dem Wände und Dach schief sind. Wer sich etwas bei ihm anfertigen lässt kann sicher sein: „Ich verschicke meine Becken nicht, sondern liefere immer persönlich – egal wohin.“


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen