Anwohner: Waldweg falscher Ort für großes Asylbewerberheim

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20. September 2012, 07:24 Uhr

Güstrow | "Die Emotionen kochen hoch", meldete sich Silke Werner aus dem Güstrower Waldweg in der Bürgerfragestunde der Kreistagssitzung am Mittwoch zu Wort und rang um Sachlichkeit. Die Nachricht, dass das ehemalige Internat der Deutschen Reichsbahn zum Asylbewerberheim werden soll (SVZ berichtete), schreckt die Bewohner in Dettmannsdorf auf. Generell, so die Anwohnerin des Waldweges, sei man nicht dagegen, doch halte man die Konzentration so vieler Menschen verschiedener Nationen (100 Plätze sind im Gespräch) an einem Ort für bedenklich. Das bringe ihrer Meinung nach zwangsläufig Probleme mit sich. "Integration sieht anders aus", betonte Silke Werner.

Sie fragte nach dem Stand der Planung, nach Alternativen und wollte wissen, warum der Waldweg auserkoren sei. Man teile die Einschätzung, dass das Objekt geeignet sei, nicht, sagte Silke Werner. Dezernent Rainer Boldt verwies darauf, dass sich der Landkreis im Stadium von Verhandlungen befinde. Diese seien noch nicht abgeschlossen. Der Landkreis verfüge über keine geeignete Immobilie. Ein Asylbewerberheim müsse sich an einem zentralen Ort mit Schule, Kindertagesstätten, öffentlichem Nahverkehr und Einkaufsmöglichkeiten befinden. Da kämen nur die Städte in Frage, stellt Boldt fest. Silke Werner empfand die Antwort als unbefriedigend, fragte nach Auswahlkriterien und danach, ob die Meinung der Anwohner erfragt werde. Antworten dazu soll es schriftlich geben.

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