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Güstrower Anzeiger

22. November 2017 | 08:37 Uhr

„Kunst offen“ : „Antithésis“

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Eröffnung der Aktion in Lelkendorf

svz.de von
erstellt am 26.Mai.2015 | 04:00 Uhr

Die zentrale Eröffnungsveranstaltung für die Pfingstaktion „Kunst offen“ führte die Besucher am Freitagabend nach Lelkendorf in den östlichsten Zipfel des Landkreises Rostock. Auch für Landrat Sebastian Constien, der die Künstleraktion eröffnete, war es die erste Visite in dem 466-Seelen-Ort. Der zwar am Rande liegt, sich aber durch eine gewachsene Kunstlandschaft auszeichnet. Verantwortlich dafür ist der rührige Kulturförderverein Lelkendorf, der bei seiner Gründung 2002 die gleiche Abkürzung – KfL - wählte, wie der einstige Kreisbetrieb für Landtechnik (KfL), auf dessen Gelände Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte, Tanzabende, Kunstgespräche und Workshops stattfinden. Der Verein mit seiner Vorsitzenden Mechthild von Levetzow zeichnete auch für die Organisation der „Kunst offen“-Vernissage verantwortlich.

Unter dem Titel „Antithésis“ hatten zehn Künstler aus vier Bundesländern ihre Objekte, Skulpturen, Bilder, Fotografien, Zeichnungen und Installationen gezeigt. Die von Rosita Sengpiehl und Wolf Zepfel kuratierte Schau präsentierte sich dabei nicht nur länder- sondern auch raumübergreifend. Wie der in Kiel lebende Performance- und Objektkünstler Triloff, der im und um das ehemalige KfL-Pförtnerhäuschen, heute Kleine Kunsthalle, das Leben einer fiktiven Dynamit-Fischerfamilie ansiedelte. Die Fortsetzung der Installation fand sich im ehemaligen Kornspeicher, in dessen oberer Etage der Künstler mehr oder weniger schmeichelhafte Porträts der aus sechs Generationen stammenden Fischerfrauen zeigte. „Ich habe sie alle gemalt: die legalen und die illegalen, die bekannten und die verheimlichten Frauen der Fischer“, erklärte Triloff, der seine Arbeiten gern zwischen Humor und Hintersinn balanciert. Den Platz in der Speicheretage teilte er sich übrigens mit Wilfried Duwentester, der seine bekannten Wächter-Figuren in seinem Görzhausener Atelier gelassen und stattdessen ästhetische Aktfotos mitgebracht hatte. Weitere Werke der an der Ausstellung beteiligten Künstler wurden in der ehemaligen KfL-Montagehalle sowie im Atelier Sinnbild der in Lelkendorf ansässigen Malerin Heike Schubert gezeigt.

Wer nun aber nach Lelkendorf aufbrechen und „Antithésis“ sehen will, wird enttäuscht. Die Ausstellung wurde schon gestern Abend abgebaut. Solch großer Aufwand für drei Tage!

Am 13. Juni wird im KfL die nächste Ausstellung mit Arbeiten einer Hobbymalgruppe aus der Region eröffnet. Die wird dann wohl länger zu sehen sein.





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