Historische Baulücken : Anstelle von Häusern stehen Bäume

Heute gehört die linken Straßenseite der Natur. Fotos: Archiv/Schierow
1 von 2
Heute gehört die linken Straßenseite der Natur. Fotos: Archiv/Schierow

Am Mühlentor standen einst Häuser zu beiden Seiten

svz.de von
25. Juli 2014, 22:00 Uhr

Heute gibt es nur noch die Straßenbezeichnung Am Berge, denn ein völlig neues Bild entstand ab 1969 in diesem Bereich. Die Notwendigkeit dazu ergab sich im Zusammenhang mit der Veränderung des Nebellaufes (Zuckerfabrik) und der neuen Straßenführung der Liebnitzstraße mit der Liebnitzbrücke.

Kam man früher aus der Mühlenstraße in Richtung Mühlentor, so waren beide Seiten Am Berge/Mühlentor komplett bebaut. Heute zeigt nur die linke Seite ein geschlossenes Bild. Rechts fehlt die ehemalige Bebauung ab dem Eiscafé komplett. Zur heutigen Straßenbezeichnung: Am Berge galt früher nur von der Mühlenstraße bis zur Baustraße. Abwärts galt die Benennung Am Mühlentor bis fast zur Bleicherstraße. Dieser unterste Teil hieß Mühlenplatz, denn dort stand auch ein großes Wohnhaus (heute Parkplatz).

Am Beginn der Straße, jetzt von unten gesehen, standen rechts und links je ein Torhaus als Ersatz für das alte Stadttor. Es wurde am Ende des 19. Jahrhunderts abgerissen. Dazu Wohnhäuser, Stallungen und Lagerräume, war doch auf der anderen Straßenseite die Mühlenanlage der Gebrüder Magdeburg (heute Stadtwerke). Dann kommt auf der linken Seite das heutige Eiscafé (früher Ausstellungspavillon). Noch weiter aufwärts war die Zufahrt zur früheren Kniesenackbrauerei, dann ein ebenfalls inzwischen abgerissenes Haus mit der Gaststätte „Zur Klause“ mit dem Gastwirt Otto Dörner. Buchstäblich gerettet in letzter Stunde dann die weiter aufwärts folgenden Häuser, die inzwischen saniert eine neu entstandene Zierde der Stadt sind, wenn auch mit historischen Einbußen, wie der Gaststätte „Altdeutsche Bierstuben“. Was wird nun aus der Baulücke auf der linken Straßenseite, die sich inzwischen die Natur zur+ückgeholt hat und damit den Grüngürtel um die Altstadt erweitert hat.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen