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Natur im Garten : Anspruch: Gärtnern mit der Natur

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Auszeichnung mit der Plakette „Natur im Garten“ ehrt das Refugium von Gabriele und Jochen Hoffmann in Neuhof.

von
erstellt am 11.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Der Maulwurf hat den Kurzurlaub von Gabriele und Jochen Hoffmann weidlich ausgenutzt und sich in dem naturnahen Garten in Neuhof ausgetobt. Der 68-Jährige ebnet die Häufchen und widmet sich dann dem Gemüsegarten. Ein Eintopf mit allem, was der Garten jetzt noch hergibt, wird in einem Topf draußen gegart. Gabriele und Jochen Hoffmann fühlen sich wohl in ihrem Garten. Tieren und Pflanzen darin soll es ebenso ergehen. Dass das klappt, verdeutlicht seit ein paar Tagen eine „Natur im Garten“-Plakette am Zaun. Sie steht als Zeichen für ein umweltbewusstes Gärtnern ohne Pestizide, chemisch-synthetische Düngemittel und Torf.


Kunstdünger von jeher verschmäht


„Wir arbeiten schon seit 25 Jahren ohne dieses Zeugs“, sagt Jochen Hoffmann. Kunstdünger würde die Pflanzen nur aufblähen. Gemüse verliere dadurch an Geschmack, argumentiert der 68-Jährige. Seine Frau und er seien aber gerade aus Liebe zur Natur von Rostock nach Neuhof bei Zehna gezogen. Eher zufällig war man auf die Aktion „Natur im Garten“ gestoßen, habe sich bei der offenen Gartentür Ende Juni ein zum Garten umgestaltetes Industriegelände in Brüel angesehen, fand Gefallen und bewarb sich, ebenfalls in den Kreis der naturbewussten Gärtner aufgenommen zu werden. „Es gab eine Begehung“, berichtet Jochen Hoffmann und dabei wurde festgestellt, dass neben den Kernkriterien im Neuhofer Garten der Hoffmanns noch viele andere Kriterien erfüllt werden. So legen die Hoffmanns großen Wert auf Nachhaltigkeit. Einer Rosenpergola und Sitzbänke wurden aus Hölzern eines alten Hochsitzes eines Jägers aus der Region gebaut. Alte Dachziegel dienten für den Unterbau von Wegen. Mit Feldsteinen werden Beete und Terrasse eingerahmt. Selbstverständlich werde Regenwasser aufgefangen und der eigene Kompost wird als Gold des Gärtners begriffen.


Schöne Bestätigung des eigenen Tuns


„Wir wurden schon gefragt, was wir denn davon haben. Nichts, haben wir geantwortet“, berichtet Gabriele Hoffmann. Es sei lediglich eine Bestätigung für das eigene Umweltbewusstsein, dafür, dass man alles richtig gemacht habe. „Wir erhoffen uns Kontakte mit Gleichgesinnten“, betont Jochen Hoffmann und spricht von interessanten Angeboten über die Aktion „Natur im Garten“. Da gehe es z.B. um Kompost und den Einsatz von Mikroorganismen.

Zwischen August und Oktober wurden in der Aktion „Natur im Garten MV“ in Trägerschaft des Landschaftspflegeverbandes „Mecklenburger Endmoräne“ 41 Gärten in ganz MV besucht, 39 erhielten die Plakette. Das Interesse sei in den vergangenen Monaten enorm gewachsen, stellt Projektleiter Matthias Bormann fest. Seit Beginn der Aktion wurden 345 Gartenplaketten vergeben. 24 Gartenbesitzer warten derzeit auf einen Besuch, um auch ihre Gärten mit der Plakette auszeichnen zu lassen.

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