Güstrower Inselsee : Anschluss für letzte Bootshäuser

Tiefbauer Mario Dreier und Baggerfahrer Rainer Oehmke verlegen An den Bootshäusern Strom- und Trinkwasserleitungen.
Foto:
Tiefbauer Mario Dreier und Baggerfahrer Rainer Oehmke verlegen An den Bootshäusern Strom- und Trinkwasserleitungen.

Erschließung der letzten stadtseitigen Grundstücke am Inselsee mit Strom, Trink- und Abwasserleitungen.

von
24. Mai 2017, 11:45 Uhr

Zur Sackgasse wird in diesen Tagen die lose befestigte Straße An den Bootshäusern am Inselsee. Genau genommen ist aktuell das Stück zwischen Kanusportverein und dem Stichweg zur Nummer 84 gesperrt. Mit Kanalarbeiten hat hier der Städtische Abwasserbetrieb in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Güstrow begonnen, informiert Stadtwerke-Sprecherin Christin Burmeister. Für die Grundstücke auf diesem Abschnitt werden Trinkwasserleitungen verlegt, einige bekommen auch Abwasseranschluss.

Zunächst kommt abschnittsweise Strom und Trinkwasser einen guten Meter bzw. 1,40 Meter tief in die Erde. Unter die Trinkwasserleitung werde in einem zweiten Bauabschnitt zwischen Kanuverein und dem Haus am See am Pfahlweg das Abwasserrohr gelegt, erklärt Polier Sven Brüning. Alles liege tief genug, sodass später ein grundhafter Straßenbau darüber folgen könne.

Bis Ende Juni sind die Leitungsbauarbeiten angekündigt. Ein Meilenstein für den Inselsee wird dann gelegt sein: die letzten Anschlüsse an die zentralen Abwassernetze. Die am östlichen und südlichen Ufer gelegenen Abschnitte werden bereits seit den 1990er-Jahren über das Leitungsnetz entsorgt, später folgten die meisten Grundstücke auf der Stadtseite. Nur der Kanusportverein, der Segelverein, einige private Besitzungen in Richtung Pfahlweg und das Haus am See entsorgen noch ihr Abwasser bisher in Kleinkläranlagen. Nach einigen Jahren der Investitionsruhe wird jetzt dieser letzte, noch fehlende Abschnitt erschlossen. Immer wieder etwas vor sich hergeschoben, passt es jetzt in den Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebes. Für die Anlieger werden dabei Anschlussbeiträge fällig. Noch mehr ins Gewicht fallen für sie teilweise die nicht unerheblichen Investitionen auf dem eigenen Grundstück.

Wenn leitungsmäßig alles fertig ist, wird wieder Ruhe einziehen An den Bootshäusern. Die Stadt bereitet derzeit die Planung für den Straßenneubau vor, der Teil der „Erlebnisvielfalt Inselsee“ ist, sagt Stadtsprecherin Karin Bartock. Zwar stehe der Fahrweg im Maßnahmeplan der Stadt für den Straßenbau bis 2021, gebaut werde aber erst, wenn es Fördermittel gibt. Bis dahin ist auf der wassergebundenen Oberfläche jährliches Glattschieben angesagt; bei Bedarf werden einzelne Löcher auch außer der Reihe gestopft.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen