Anglerverein Krakow am See : Angel-Tradition ohne Nachweis

Sie gehörten zu den Gratulanten: Maik Wolter, Wolfgang Geistert, Ludwig Müller, Martin Fentzahn, Axel Pipping, LAV-Geschäftsführer, Torsten Hill und Karl-Heinz Brillowski (v.l.) Vierter von rechts: Dirk Rojahn. Der Seesportclub schenkte dem Anglerverein eine Pappel, die auf der Insel Lieps gepflanzt wird.
Sie gehörten zu den Gratulanten: Maik Wolter, Wolfgang Geistert, Ludwig Müller, Martin Fentzahn, Axel Pipping, LAV-Geschäftsführer, Torsten Hill und Karl-Heinz Brillowski (v.l.) Vierter von rechts: Dirk Rojahn. Der Seesportclub schenkte dem Anglerverein eine Pappel, die auf der Insel Lieps gepflanzt wird.

Der Anglerverein Krakow am See mit 254 Mitgliedern feierte sein 25-jähriges Jubiläum.

svz.de von
27. März 2016, 09:00 Uhr

Der Anglerverein Krakow am See feierte am Mittwoch an seinem Gründungstag vor einem Vierteljahrhundert seinen 25. Geburtstag. Der Neuanfang war notwendig, weil es keine Dokumente gibt, die belegen, dass es in Krakow am See einen Anglerverein gegeben hat, der Rechtsnachfolger hätte werden können. Die Erinnerung bzw. selbst ein Stadtvertreterbeschluss vom 11. April 1947, der der Bildung eines Vereins für Sportangler zustimmte, reichen nicht. Die erste schriftlich nachgewiesene Aktivität erfolgte am 20. März 1949 bei der Jahreshauptversammlung unter dem Namen „Sparte Angeln“. Daraus entstand 1954 die Ortsgruppe des Deutschen Anglerverbandes der DDR. Die gab es bis zur Wende.

Unstrittig war zu dem Zeitpunkt, dass die Anglertradition in Krakow am See, auch wenn nicht belegt, fortgeführt wird. „Ende 1990 machten sich 45 Angler des alten Vereins an die Arbeit“, erinnerte der Vorsitzende Dirk Rojahn in seinem Bericht. Mit den Unterschriften von Ehrenmitglied Ludwig Müller, August Wenk, Dieter Evert, Lotte Schornbaum, Kurt Speckin, Gerhard Seifert und Helmut Kutzer wurde am 23. März 1991 auf einer Mitgliederversammlung die Gründung des „Anglervereins Krakow e.V. Mecklenburg“ besiegelt. Der Aufbau der neuen Vereinsstruktur konnte beginnen. Dirk Rojahn: „Die 25 Jahre wurden mit viel Idealismus, Einsatzbereitschaft und Wagemut sowie durch eine gute Zusammenarbeit mit der Stadt und anderen Vereinen geschafft.“ Waren anfangs 45, so sind heute 254 Mitglieder im Verein.

Das Herzstück ihres Hobbys ist das Angeln. Um es von Land aus zu verbessern und für den Tourismus interessanter zu machen, setzte sich der Verein für den Bau und die Instandsetzung der Angelbrücke am Gruber See, der Schweinsbrücke und der Brücke am Franzosenbad ein. Rojahn: „Das wurde mit Hilfe der Stadt und der Feuerwehr realisiert.“ Erfolgreich fortgesetzt wurde die Jugendarbeit. „Wir erzielten im Casting Erfolge bei Landes- und Deutschen Meisterschaften. Bernd Zimmermann holte 2015 drei Vize-Weltmeistertitel“, zählte Dirk Rojahn, der als Präsidiumsmitglied im Landesanglerverband (LAV) die Sparte Casting leitet, auf. Auch das Zeltlager auf der Insel Lieps gibt es weiter, dieses Jahr zum 40. Mal. Zudem veränderte das Vereinsgelände sein Gesicht. Der Jugendraum wurde zu einer Vereinsgaststätte mit öffentlichem Ausschank umfunktioniert und die Jugend bekam durch die Unterstützung der Stadt und des LAV einen Bungalow.

Krakows Bürgermeister Wolfgang Geistert lobte die Initiativen beim Brückenbau als Beitrag des Vereins zur Stadtentwicklung. Außerdem hob er das Engagement des Vereins bei Veranstaltungen hervor. Er nannte den Anglerball sowie das Fischerfest.

Torsten Hill, Vorsitzender des Kreisanglerverbandes, schätzt die Jugendarbeit im Verein hoch ein. „Casting gibt es im Land nur in Krakow am See“, strich er heraus. Prof. Dr. Karl-Heinz Brillowski, LAV-Präsident, wollte bei über 600 Vereinen mit 100 000 Mitgliedern im Land mit seiner Anwesenheit zeigen, wie hoch er die Arbeit des Krakower Vereins mit Dirk Rojahn an der Spitze einschätzt.




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