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Ausblick 2017 : An vielen Stellen Hand anzulegen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ausblicke auf das Jahr 2017 in der Region: Arne Schuldt (parteilos), Bürgermeister der Barlachstadt Güstrow blickt für uns heute in die Zukunft.

von
erstellt am 01.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Auftakt im Jahr 2017 bildet in der Barlachstadt Güstrow der Jahresempfang unter dem Motto „Neubau und Sanierung in der Altstadt“ am 13. Januar. In den letzten Jahrzehnten hat eine Vielzahl von Akteuren bewiesen, dass man ein marodes mittelalterliches Stadtzentrum zu einem attraktiven Wohn- und Geschäftsviertel entwickeln kann. Dafür ein großes Dankeschön! Aber an vielen Stellen ist zu sehen, dass noch weiter Hand angelegt werden muss. Gerade die großen Plätze wie der Markt, der Franz-Parr-Platz oder der Heiligengeisthof bedürfen einer Neuordnung.


Planungen für Stahlhof und „Oase“ vorantreiben


Im Jahr 2017 wird es in der Altstadt nur eine Straßenbaustelle geben – die Sanierung der Straße Kehrwieder. Alle anderen Maßnahmen bedürfen erst der Planung. Bei der Sanierung der Gebäudesubstanz hoffe ich auf den Baubeginn am Objekt Gleviner Straße 1. Bei den Lückenschließungen ist ein herausragendes Projekt der Neubau Domplatz 18. Hier wird eine „Brandnarbe“ aus dem Jahr 2004 geschlossen. Ein Schwerpunkt wird der Baubeginn am Klosterhof. Hier soll ein attraktives Wohnquartier wie gegenüber der „Sonnenhof“ entstehen. Begonnen wird mit dem Abbruch nicht mehr sanierungsfähiger Gebäudesubstanz und notwendigen archäologischen Untersuchungen. Da wir in der Altstadt für Jung und Alt bauen, würde ich mich freuen, wenn wir mit der Sanierung der Kita „Schlossgeister“ beginnen könnten.

Darüber hinaus wird es auch im übrigen Stadtgebiet eine Vielzahl von „Baustellen“ geben, wie zum Beispiel die Sanierung und Erweiterung der Thomas-Müntzer-Schule, die Attraktivierung der „Oase“, die Reaktivierung des Stahlhofes, die Erweiterung des Wildparkes MV um die Erlebnisbüdnerei, die Straßensanierungen Heinrich-Borwin-Straße, Hagemeisterstraße, der Straßenneubau Hengstkoppelweg und Inselseeblick.

Für die Thomas-Müntzer-Schule und die Erlebnisbüdnerei wird es darauf ankommen, dass die notwendigen Förderbescheide frühzeitig erteilt werden. Für einen Baubeginn sind ein wirksamer Nachtragshaushalt für die Barlachstadt und die notwendigen Baugenehmigungen Voraussetzung.

Für das Projekt Sanierung und Attraktivierung der „Oase“ ist es noch im Jahr 2016 gelungen, den Planungsauftrag zu erteilen. Zur Beantragung von Fördermitteln sind wirtschaftliche Planungen notwendig. Mit einem Baubeginn ist allerdings frühestens 2018 zu rechnen.

Für den Stahlhof als modernes Wohn- und Geschäftsquartier wird es 2017 um die Herstellung der Planreife im laufenden Bebauungsplanverfahren gehen. In diesem Jahr wird in der Eisenbahnstraße bereits mit der Errichtung von zwei behindertengerechten Bushaltestellen in Verbindung mit einem Fußgängerüberweg der Entwicklung dieses wichtigen Bereiches Rechnung getragen.


Weitere Wohngebiete entwickeln


Viel diskutierte Themen der Stadtvertretung sind die Weiterentwicklung bzw. Neuerrichtung von Wohngebieten, hauptsächlich für Eigenheime. Rechtskräftig überplant und in der Vermarktung sind die Gebiete Hengstkoppelweg, Kessinerstraße und Pfahlweg. Darüber hinaus ist die Stadtverwaltung beauftragt, neben dem Stahlhof eine Wohnbebauung für das Gebiet Petershof, die alte Gärtnerei am Pfahlweg, die Erweiterung des neuen Wohngebietes am Pfahlweg und die Umwandlung des Sportplatzes am Fischerweg zu klären.

Eine Voraussetzung zur Entwicklung dieser vielen Wohngebiete ist die Steigerung der Einwohnerzahl. Dies ist nur möglich, wenn die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Güstrow und in erreichbarer Entfernung gesteigert wird. Herausragendes Beispiel ist die Fertigstellung und Inbetriebnahme der neuen Barmer-Abrechnungsstelle in der Eisenbahnstraße/Ecke Paradiesweg.

Vielversprechend für die Zukunft ist die Erhöhung der Studentenzahl der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung, Polizei und Rechtspflege. Für das Studienjahr 2016/17 wurden über 300 Studierende begrüßt. Wichtig war auch die Berufung von ersten Professoren an der FHöVPR.

Für die Entwicklung der Barlachstadt ist die Partnerschaft mit anderen Städten wichtig. Im neuen Jahr werden wir mit Kronshagen das 25. Jubiläum und mit Gryfice das 20. Jahr der Partnerschaft begehen. Ein friedliches Miteinander in echter Partnerschaft ist Grundvoraussetzung für das Wohl aller Menschen.

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