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Symposium in Lalendorf : An nächste Generation übergeben

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Vorträge, Gespräche, Besichtigungen und ein Volksfest zum 12. Poggesymposium in Lalendorf und Tellow.

Mit einem kleinen Volksfest endete am Sonnabend der zweite Tag des 12. Poggesymposiums auf dem Poggeplatz vor dem ehemaligen Gutshaus in Roggow. Gestern stellte Museumsdirektorin Angela Ziegler die neue Ausstellung, „Thünens Tierhaltung in Tellow“, in der Thünen-Pogge-Begegnungsstätte vor. Den Abschluss des Symposiums bildete ein gemeinsames Kaffeetrinken der Teilnehmer in der Pogge-Gedenkstätte Zierstorf.

Vor 25 Jahren hatte ein Kreis um den damaligen Direktor des Thünenmuseums, Rolf-Peter Bartz, ein Poggesymposium ins Leben gerufen. Im Abstand von zwei, drei Jahren wurden diese Treffen fester Bestandteil der Planungen. Geehrt werden damit neben dem Tellower Gutsbesitzer Johann Heinrich von Thünen der in Roggow ansässige Carl Pogge sowie dessen Söhne Friedrich und Johann. „Diese vier Männer verband eine Geistesverwandtschaft, die weit über ihren Wirkungsbereich um Tellow und Roggow hinaus strahlte“, sagte Rolf-Peter Bartz. Ziel der Symposien sei es, das Erbe der Pogges für die Zukunft zu bewahren. So stand das 12. Symposium, das eine Vielzahl wissenschaftlicher Vorträge enthielt, unter dem Motto „Treffen der Generationen“. Es sei „unendlich wichtig“, den Staffelstab an nachfolgende Generationen zu übergeben, mahnte Bartz.

So war es denn nicht nur eine glückliche Programmanordnung, dass die letzten beiden Tagungspunkte am Sonnabend der Jugend vorbehalten blieben. Zunächst berichtete Leon Bülow über seinen Werdegang. Der jetzt 18-Jährige hatte 2014 an der Johann-Poggeschule Lalendorf den Poggepreis für seine guten Leistungen erhalten. Nun absolviert er eine dreijährige Ausbildung zum Landwirt mit integrierter Hochschulreife. Sein Lehrbetrieb ist der Agrar-Milchhof Stiewe, Unterricht erhält er in Güstrow-Bockhorst. Nach der Lehre möchte er ein Bachelorstudium in Neubrandenburg aufnehmen und später in einem Landwirtschaftsbetrieb eine leitende Funktion bekleiden. Leon brennt für seinen künftigen Beruf, blickt aber auch mit Sorge auf die Probleme der Landwirtschaft. Vor allem die niedrigen Preise für Milch und Schweinefleisch hätten Landwirte bereits zur Aufgabe gezwungen. Eine Mitschuld an der Entwicklung gibt Leon der Politik. „Die Politiker haben sich eingemischt. Aber wenn sie das tun, dann sollten sie auch über den nötigen Sachverstand verfügen“, kritisierte er.

Im Anschluss stellten Schüler der 5. bis 10. Klassen der Pogge-Schule Ergebnisse zweier Projekttage vor. In Gruppen hatten sie die Ortsteile der Gemeinde erkundet, Betriebe besichtigt, mit Einwohnern gesprochen und Besonderheiten ihrer Heimat erkundet. Ihr Fazit: Lalendorf ist ein Ort, an dem viel los ist und an dem es sich zu leben lohnt.
 


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