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Güstrower Anzeiger

16. Dezember 2017 | 23:32 Uhr

Kuchelmiß : An der Mühle rauscht’s wieder

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Neues Wehr an Kuchelmißer Wassermühle in voller Funktion – der Brückenneubau beginnt aber wohl erst Anfang 2018.

von
erstellt am 19.Aug.2017 | 05:13 Uhr

Zum Mühlentag Anfang Juni rauschte das Wasser noch nicht durch das neu gebaute Wehr an der Kuchelmißer Wassermühle. Fertig war das Bauwerk da wohl, nur fehlte noch die Bauabnahme. Etwas später, aber noch frühzeitig vor dem alljährlichen Dreschfest des Fördervereins Wassermühle Kuchelmiß, konnte das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Natur in Rostock (Stalu) den Stau der Nebel an der Mühle auflösen und „Wasser marsch!“ geben. Die vielen Besucher zum Dreschfest konnten die beeindruckende Funktion des Wehres nun in Augenschein nehmen.

Der Neubau hatte sich im vergangenen Jahr verzögert, weil unverhofft große und harte Findlinge im Untergrund gefunden wurden, die mit der zunächst vorhandenen Technik nicht aus dem Weg geräumt werden konnten, ohne das historische Bauensemble in seiner Standfestigkeit zu gefährden (SVZ berichtete). Weil aber die erforderlichen Spezialbohrgeräte nicht jeden Tag frei erhältlich ist, verzögerte sich der Fertigstellungstermin um rund drei Monate.

Das neue Wehr ist, ähnlich wie das abgebaute, mit drei Verschlüssen konstruiert. Es dient, nun aus dem Stalu in Rostock ferngesteuert, der Regulierung des Nebelflusses. Der Hauptarm der Nebel verläuft, naturnah, etwas abseitig des Mühlenhofes und war zuvor als Fischaufstiegsanlage erweitert worden.

Ein Detail der Erneuerung des Wehres fehlt noch: die Brücke. Die sei so marode, dass sie ebenfalls dringend erneuert werden müsse, war während der Bauarbeiten am Wehr festgestellt worden. Der kleine Viadukt, der auf den historischen Mühlenhof mit Scheune und Mühlwerk führt, ist jedoch nicht Sache des Staatlichen Amtes in Rostock, sondern der Gemeinde. Die hat die erforderlichen Eigenmittel im Haushalt dieses Jahres eingestellt, versichert Bürgermeister Peter Hildebrandt. Die beantragten Fördermittel seien auch bereits zugesagt, so dass die Ausschreibungen für die Leistungen erfolgen könnten. Da aber die Planung noch im Gange sei, rechne er nicht mehr mit Baubeginn in diesem Jahr. „Das wird wohl eher im Januar 2018 etwas“, denkt der Bürgermeister.

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