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Bürgermeister kritisieren Informationspolitik des Amtes Güstrow-Land : Amt kauft ohne zu fragen zwei Autos

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Es gibt erneuten Ärger mit dem Amt Güstrow-Land. Am Mittwochabend kritisierten Bürgermeister die schlechte Informationspolitik des Amtes bzw. damit verbunden einen Alleingang beim Kauf von zwei Einsatzleitfahrzeugen.

Güstrow-Land | Es gibt erneuten Ärger mit dem Amt Güstrow-Land. Auf der Amtsausschusssitzung am Mittwochabend kritisierten Bürgermeister die schlechte Informationspolitik des Amtes bzw. damit verbunden einen Alleingang beim Kauf von zwei Einsatzleitfahrzeugen für die Amtswehrführung.

Inge Kiel: "Das untergräbt die Selbstverwaltung"

Inge Kiel, Bürgermeisterin Groß Schwiesow: "Dass die Autos gekauft werden sollten, dagegen ist nichts einzuwenden, weil es für die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren wichtig ist. Aber das ist geschehen, ohne die Bürgermeister zu informieren geschweige zu fragen. So etwas untergräbt unsere Selbstverwaltung."

Amtsvorsteher Fred Lange bestätigt: "Das Amt hat die Wagen angeschafft, um die Einsatzbereitschaft zu erhöhen. Wir haben viele junge Feuerwehrleute. Die benötigen Unterstützung von erfahrenen Kameraden. Bei Einsätzen können die jetzt mit diesen Autos den Feuerwehren zur Hilfe eilen." Lange räumt ein, dass die Information hätte eher erfolgen müssen. Aber er sagt auch, dass schnell gehandelt werden musste, weil das Angebot der Landespolizei plötzlich da gewesen sei. Gekauft wurden zwei T4 Diesel, Baujahr 2002, etwas über 300 000 Kilometer gelaufen. Kostenpunkt: 7483 Euro, davon die Hälfte für Reparaturen. Zwei Autos sollten es sein, weil die Verantwortung der Amtswehrführung in einen nördlichen und einen südlichen Teil aufgeteilt ist und die Autos dort meist im Einsatz sind.

Karl-Heinz Kissmann, Bürgermeister Gülzow-Prüzen, unterstrich die Kritik ebenfalls, zumal "seine" Gemeinde gerade sehr schlechte Erfahrungen mit dem Amt bei der Breitbandversorgung gemacht hat (siehe nebenstehenden Beitrag).

Hans-Uwe Tessenow, Bürgermeister Klein Upahl, sagte auch, dass das vom Amt aus nicht gut gelaufen sei und das Amt die Bürgermeister hätte einbeziehen müssen. Aber er betonte auch, dass die Entscheidung richtig gewesen sei, weil sie für einen flexibleren Einsatz der Amtswehrführung sorgt.

Autos wichtig für bessere Einsatzbereitschaft

Lüssows Bürgermeister Wilfried Zander meinte, dass der Grundgedanke in Ordnung sei. Aber es könne nicht sein, dass man das als Bürgermeister erst erfahre, wenn das Auto bereits untergestellt ist. Denn: Standorte für die Wagen sind Karcheez und Karow. Apropos unterbringen. Das verursache Kosten von 1200, 1300 Euro, so Zander. Und wer komme für Schäden am Fahrzeug auf? Karow ist ein Standort, weil Olaf Hammermann als stellvertretender Amtswehrführer für den "Norden" im Einsatz ist. Hammermann ist jetzt aber aus persönlichen Gründen, wie er SVZ gestern erklärte, aus der Feuerwehr ausgetreten. Damit sei der Standort Karow aber nicht vakant, sagt Amtswehrführer Olaf Heller. Man sei als Amtswehrführung dabei, den Einsatz der beiden Autos anders zu organisieren. Jeder Wehrführer solle sie nutzen.

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erstellt am 02.Dez.2011 | 10:30 Uhr

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