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Güstrower Anzeiger

17. Dezember 2017 | 07:30 Uhr

Neuer Pastor : Amerikaner bald auf der Kanzel?

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Pastor Dr. Mitchel Grell als Nachfolger von Matthias Ortmann in Güstrower Pfarrgemeinde vorgeschlagen / Vorstellung am 28. Februar

svz.de von
erstellt am 20.Feb.2016 | 06:00 Uhr

An der Spitze der Güstrower Pfarrgemeinde könnte schon bald ein gebürtiger US-Amerikaner stehen: Pastor Dr. Mitchell Grell. Bischof Andreas von Maltzahn hat dem Kirchgemeinderat den 58-Jährigen als Nachfolger von Pastor Matthias Ortmann vorgeschlagen. Der 62-jährige Ortmann geht im Sommer altersbedingt in den Ruhestand. Ab September soll dann Grell übernehmen. Zunächst wird sich Pastor Grell aber den Güstrowern vorstellen. Am Sonntag, dem 28. Februar, wird er um 10 Uhr einen Gottesdienst mit der Gemeinde in der Pfarrkirche feiern.


Ein profilierter lutherischer Theologe


Zuletzt war Mitchell Grell Beauftragter für das Reformationsjubiläum 2017 im Sprengel Mecklenburg und Pommern. „‚Doch damit hat er Ende 2015 aufgehört. Er wollte wieder in einer Gemeinde arbeiten“, sagte Christian Meyer, Pressesprecher des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Mecklenburg, gestern auf SVZ-Nachfrage. Grell war etliche Jahre begeisterter Mecklenburger Gemeindepastor, erst in Benthen bei Lübz, dann in Kirchdorf auf Poel. Seinem Wunsch, wieder an der Basis arbeiten zu können, wurde jetzt entsprochen. „Er hat reichlich Gemeindeerfahrung“, so Meyer. Doch Grell sei auch ein promovierter und profilierter lutherischer Theologe, der die theologische Arbeit in der Landessynode Mecklenburgs und bei den Fusionsverhandlungen zur Nordkirche geprägt habe, immer interessiert auch am akademischen theologischen Diskurs.

Auch Pastor Matthias Ortmann kennt Grell gut. „Wir haben uns schon öfter getroffen. Ich freue mich, ihm diese Gemeinde in die Hände legen zu dürfen“, sagt Ortmann, der in diesem Jahr 18 Jahre Pastor der Pfarrgemeinde ist. „Grell ist ein gestandener Pastor, der sich auf die Arbeit hier freut.“ Wichtig ist Ortmann, dass es einen nahtlosen Übergang zwischen ihm und seinem Nachfolger gibt und dass keine Lücke entsteht. „Das ist wichtig für die Gemeinde und die Stadt. Die Gemeinde ist nicht verwaist“, sagt er. Seine letzte Predigt wird Ortmann beim Abschiedsgottesdienst am 24. Juli in der Pfarrkirche halten. Bereits im April zieht er aus der Dienstwohnung am Markt aus, behält hier aber zunächst ein Dienstzimmer.

Laut Ortmann habe sich der Kirchgemeinderat bereits mit Pastor Grell verständigt. Da es sich um eine so genannte bischöfliche Ernennung handelt, entscheidet nicht der Kirchgemeinderat über die Nachfolge. Der Gemeinderat freue sich auf die Besetzung, so Ortmann. Einspruch kann nur noch die Gemeinde selbst erheben. Wenn sich Pastor Grell am 28. Februar den Güstrowern vorgestellt hat, haben die Gemeindemitglieder nur in der Woche danach Zeit, Einspruch beim Bischof gegen den Dienst von Grell in Güstrow einzulegen. Der Bischof entscheidet dann, ob die Einsprüche schwerwiegend sind.  

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