Güstrow : Amerika zum Hineinschnuppern

20 Schüler des Brinckmangymnasiums erlebten den Schulalltag in den USA.
20 Schüler des Brinckmangymnasiums erlebten den Schulalltag in den USA.

Traum vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten wurde für Schüler des John-Brinckman-Gymnasiums Wirklichkeit.

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23. November 2017, 21:00 Uhr

Im Rahmen des von Ilka Heinrichs und Richard Beck geleiteten GAPP-Projekts hatten 20 Schüler und Schülerinnen die Chance für vier Wochen in die Vereinigten Staaten zu reisen. Dort tauchten sie in das Leben eines amerikanischen Teenagers ein, mit allem was dazu gehört. Die Zehnt- und Eltklässler besuchten in Yakima in der Nähe von Seattle im Nordwesten der USA die High School.

Das große Abenteuer begann auf dem Weg zum Hamburger Flughafen. Kaum in Seattle angekommen, begann auch schon die Schule. Natürlich sahen die Schüler ihr mit gewissen Erwartungen entgegen. „Jeder kennt diese High-School-Filme mit all den typischen Klischees. Die beliebtesten Personen sind die Footballspieler und Cheerleader, alles ist unglaublich groß, vor allem die Cafeteria, und die Schüler sind etwas unfreundlich“, meint Lucia Losch. Bei der Frage, ob sich die Erwartungen erfüllt haben, sind sich die Schüler uneinig. Niclas Schuz findet: „Das Klischee hat sich in jedem Fall bestätigt. Das Essen ist ungesund und Sport wird sehr groß geschrieben. Die Sportler werden überall mit Plakaten unterstützt, also genau so wie in den Filmen.“ Lucia ist anderer Meinung: „Es gibt keine Rangliste in Bezug auf Beliebtheit. Alle sind gleich.“ Auch der Unterricht hatte seine Besonderheiten. „Am ersten Tag begleiteten wir noch unsere Gastgeschwister, erst am darauffolgenden Tag hatten wir unseren eigenen Stundenplan“, erinnert sich Paula Gurgel. Die Fächer reichten vom „normalen“ Geschichts- oder Matheunterricht bis zum eher ungewöhnlichen „Sports Therapy“. „Dort lernten wir wie Athleten im Falle des Umknickens verbunden werden, ähnlich wie im Erste-Hilfe-Kursus“, erzählt Niclas. Im Deutschunterricht erlebte man mal die andere Seite.

Lucia benennt einen kritischen Aspekt der High School: „Jeder Tag hatte die selben Stunden. So fehlt die Abwechslung und außerdem gibt es auch immer neue Hausaufgaben.“ Kritisiert wurde von Paula auch die Länge der Pausen: „Zwischen den Stunden hatten wir nur vier Minuten Zeit, den Raum zu wechseln.“ Das Geschehen darin wies ebenfalls Unterschiede auf. „Es gibt viel Technik und somit mehr Möglichkeiten den Schülern den Lehrstoff zu vermitteln“, lobt Niclas, „Der Unterricht ist oft interaktiv und schülerbezogen. Dadurch wird er aber auch laut und unkoordiniert. Das Niveau ist eher mit der deutschen Realschule zu vergleichen.“ Im Gegensatz dazu fand Lucia den Unterricht anstrengender als zu Hause.

Nach einer Woche High School besuchten die 20 GAPP-Teilnehmer eine Grundschule, Middle School und Junior High School und Universität, um dort im Deutschunterricht Vorträge über beispielsweise Nationalparks in MV zu halten. Trotzdem hatten die Schüler genug Freizeit um den Alltag zu erleben.

„Die schönsten Erinnerungen habe ich an einen Road Trip mit meiner Gastfamilie, Paintball spielen und einen Flug über Yakima“, schwärmt Paula und Lucia denkt ebenfalls gerne zurück: „Unternehmungen mit der GAPP-Truppe waren auch super.“ Die nächstgrößere Stadt Seattle wurde ebenfalls besichtigt. Auch der Feuerwehr dort stattete man einen Besuch ab. Im Wissen um viele neue Freunde und noch mehr Erfahrungen traten die Schüler den Rückflug mit kleinem Aufenthalt in Island an.


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