SVZ-Interview zum Wochenende : Am Wasser mit Laptop auf Schoß

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20 Fragen an Manuela Hamann / Die 43-Jährige leitet die Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Kreisverbandes Güstrow

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19. Juni 2015, 21:00 Uhr

Manuela Hamann, geboren am 3. August 1971 in Rostock, leitet seit einigen Jahren die Öffentlichkeitsarbeit des DRK-Kreisverbandes Güstrow. Nach einer Ausbildung zur Steuerfachangestellten – „Die größte Unvernunft meines Lebens“ – studierte sie an der Uni Rostock Germanistik und Romanistik. Danach arbeitet sie in Werbeagenturen und in der Öffentlichkeitsarbeit, bis sie schließlich beim Güstrower Deutsche Roten Kreuz landete, wo sie die gesamte Außenwirkung des Verbandes managt. Manuela Hamann ist verwitwet und hat 18-jährige Zwillingstöchter.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Wasser in der Nähe, egal ob See, Fluss oder Meer. Laptop auf dem Schoß, rechterhand ein kühles Getränk.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Egoistischer Erstgedanke: Dass ich ständig und überall kostenfrei parken kann – insbesondere im Innenstadtbereich. Zweitgedanke: Maßnahmen zur Belebung der Innenstadt und Belebung des Tourismus. Drittgedanke: Investition in die Bildungslandschaft. Ich würde alles daran setzen, dass die Freie Schule Güstrow endlich die Abiturstufe einführen kann.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im DRK-Kreisverband Güstrow – die meiste Zeit verbringe ich auf Arbeit.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Meinem Westonkel für Westgeld das Westauto gewaschen.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Habe lange überlegt, in welches zukunftsweisende Projekt ich meine 5 D-Märker investiere. Nach reiflicher Überlegung bin ich in den Intershop gegangen und habe es für Süßigkeiten ausgegeben.
Was würden Sie gerne können?
Perfekt und akzentfrei Englisch und eine asiatische Sprache. Thai oder Mandarin. Und fotografieren können – Gespür für tolle Motive.
Was stört Sie an anderen?
Unflexibilität, Unbeweglichkeit: Sofort die Arme über der Brust verschränken und reflexhaft-empört loskrähen: „Das geht nicht!“
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Als meine Kollegin unsere letzte noch lebende Zimmerpflanze aus dem Fenster in die Dachrinne schubste. Da liegt sie immer noch – die Pflanze, nicht die Kollegin.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Richtig teuer-unvernünftig: Vor unserem Hotel in Bangkok lungerten Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Ich ignorierte mein ungutes Bauchgefühl, folgte ihnen durch finstere Gassen und buchte bei ihnen eine komplett überteuerte Tour fragwürdiger Qualität. Zum Schluss war ich nur froh, dass sie keinen Unsinn mit meiner Kreditkarte angestellt haben.
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Aktuell sind unsere DRK-Ehrenamtlichen meine Helden. Die haben so schnell nach dem Tornado in Bützow geholfen. Hat mich beeindruckt.
Welches Buch lesen Sie gerade?
Giorgio Vasari: „Künstler der Renaissance“.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
„Big Bang Theory“ und „Games of Thrones“.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Auf einer Karnevalsfeier.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Guido Maria Kretschmar. Mit Guido zusammen meinen Kleiderschrank entrümpeln, danach eine kleine Stilberatung und dann eine Runde shoppen gehen.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Hauptsächlich italienisch. Ich experimentiere daneben gern neue Küchen aus: vietnamesisch, thai, im Sommer kommt bestimmt die provencalische Küche dazu.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mein Freund und späterer Mann und ich fuhren nach Tschechien. Wir keuchten mit unserem schon etwas bejahrten Auto die Serpentinen hoch und runter und hörten REM „Man on the moon“.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ein kleines, rotes Portemonnaie, das in meiner Schultüte steckte. Ich bekam es von meinen Eltern und ich fand es wunderschön. Leider fand irgendein moralisch noch nicht so gefestigter Mitschüler es ebenso schön und stibitzte es mir eine halbe Stunde später.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Eine einjährige Weltreise.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Schreiben. Reisen. Lesen. Wasser in der Nähe, egal ob See, Fluss oder Meer. Laptop auf dem Schoß, rechterhand ein kühles Getränk. Vielleicht auch nur lesen und reisen. Man muss ja nicht alles verewigen, was einem so durch den Kopf geht.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Peggy Tetzlaff ist Lehrerin an der Freien Schule Güstrow. Sie ist eine engagierte und tolle und ideenreiche und Schülern zugewandte Lehrerin.











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