20 Fragen an… : Am See heimisch geworden

Bernd Gerlich weilt gerne an der Seepromenade im Luftkurort Krakow am See.
Bernd Gerlich weilt gerne an der Seepromenade im Luftkurort Krakow am See.

20 Fragen an Bernd Gerlich. Der Neu-Krakower mischt sich gerne ins Stadtleben ein.

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11. Juni 2016, 12:00 Uhr

Krakow am See 1952 in Otterndorf an der Niederelbe, in der Nähe von Cuxhaven, geboren, zog es Bernd Gerlich vor zwölf Jahren in den Osten Deutschlands. „Nicht wegen der Liebe und nicht beruflich, sondern weil es hier schön ist“, sagt der inzwischen in Krakow am See sesshaft gewordene studierte Lehrer. Beruflich ist er mit Internetdienstleistungen befasst, hier passten auch die Hobbys, Naturschutz, Fotografie, Rudern und Tanzen. Vor allem aber wären Annerose Wendt und Dieter Grieb „schuld“ daran, dass er Krakower geworden ist. „Sie haben das demonstriert, wofür ich heute selbst immer wieder kämpfe: echte Willkommenskultur, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft.“ Politisch schon immer sehr rege, mischt sich der zweifache Vater im Luftkurort gerne und vernehmlich ins Leben ein.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

In Krakow am See sitze ich gerne am Mäkelberg mit Blick auf die alten Torfstiche.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Ich würde die Bürger stärker einbeziehen, mit ihnen reden und feiern und trauern, um ihre Sorgen besser zu verstehen und ihre Vorschläge aufzunehmen. Und ich würde jemanden zum „Klinkenputzen“ schicken mit dem Ziel, neue Betriebe hier nach Krakow am See zu holen.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?

In meinem Büro, in der „Galerie“ oder irgendwo in der Stadt, am liebsten im Gespräch mit Urlaubsgästen. Und mittwochs um 21 Uhr beim Trompetenspiel und beim „Utroper“ an der Seepromenade.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Mit Pflücken von Schwarzen Johannisbeeren bei einem großen Obstbauern.
Wofür haben Sie es ausgegeben?

Das weiß ich nicht mehr – ich war 7 oder 8 Jahre alt.
Was würden Sie gerne können?

Frei fliegen wie ein Vogel. Aber es gibt auch realistischere Wünsche: z.B. richtig gut Rock ’n’ Roll tanzen.
Was stört Sie an anderen?

Neid, Lüge, Intoleranz, Feigheit. Und für Inaktivität ist das Leben zu kurz.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Über die neueste Sixt-Werbung: „Für alle, die einen Gauland in der Nachbarschaft haben.“
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?

Ich bin völlig alleine schwimmen gegangen und habe prompt im tiefen Wasser einen Wadenkrampf bekommen.
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?

Paul Watson. Er ist der Gründer und Frontmann von Sea Shepherd und zählt zu den 50 Menschen, die die Welt retten könnten. Er mag – wie wir alle – seine Fehler haben und vertritt einige merkwürdige Positionen, aber er setzt sich seit Jahrzehnten unbeirrbar und auch mit hohem persönlichen Risiko ein für den Schutz unseres Planeten und ganz besonders für die Wale.
Welches Buch lesen Sie gerade?

„Salz auf unserer Haut“ von Benoîte Groult. Und parallel immer mehrere Sachbücher über Kunst und Natur.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Ich habe keinen Fernseher und das ist auch gut so.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?

Bei der Hansesail.
Wen würden Sie gerne mal treffen?

Sarah Wagenknecht; für ein intensives Gespräch mit Paul Watson wäre mein Englisch zu schlecht.
Wenn Sie kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Ich koche fast täglich, überwiegend deutsche und italienische Gerichte im Wechsel. Gerne eigene Kreationen.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Kein besonderes. Die Musik meiner Jugend war geprägt von den Stones und den Puhdys. Und es gab tolle Schmusemusik, aber ich erinnere mich da mehr an die damalige Tanzpartnerin…
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Ein Lächeln von der Frau meines Herzens.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Es gibt viele Träume, die es wert sind, darum zu kämpfen, z.B. Schreikraniche beobachten im Aransas National Wildlife Refuge am Golf von Mexiko oder eine Wanderung vom Nordkap nach Tarifa in Spanien.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?

Ich bin nicht zum Rentner geboren – allein das Wort „Ruhestand“ jagt mir kalte Schauer über den Rücken. Aber ich beobachte sehr gerne Vögel und versuche gelegentlich auch, sie zu fotografieren.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?

Thomas Bachmann – es scheint mir wichtig zu sein, dass die Krakower den Wokra-Chef besser kennenlernen.






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