20 Fragen an : Am liebsten auf der Couch und im Garten

Petra Renner  arbeitet als Pflegedienstleiterin im Wichernhof in Dehmen.
Petra Renner arbeitet als Pflegedienstleiterin im Wichernhof in Dehmen.

20 Fragen an Petra Renner, Pflegedienstleiterin im Wichernhof in Dehmen

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16. Januar 2016, 06:24 Uhr

Petra Renner ist Pflegedienstleiterin im Wichernhof in Dehmen. 1962 in Güstrow geboren wuchs sie in Mierendorf auf. Im Güstrower Krankenhaus absolvierte sie eine Ausbildung zur Krankenschwester, lernte in der Zeit ihren späteren Mann kennen, zog nach der Ausbildung mit ihm nach Dehmen und startete dort ihr Arbeitsleben im Wichernhof, einer Einrichtung für behinderte Menschen. Petra Renner hat zwei erwachsene Kinder und einen Enkelsohn und wohnt heute in Mühl Rosin.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Renner: Meine Couch. Hier lese ich, telefoniere, sehe fern und habe mein Notebook immer dabei. Im Sommer bin ich viel im Garten.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Nichts. Mühl Rosin empfinde ich als einen sehr angenehmen Wohnort.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im Wichernhof. Ich liebe meinen Job mit all seinen Höhen und Tiefen. Dieses Jahr wird mein 35. im Wichernhof. Angefangen habe ich auf einer Wohngruppe in der geistig und körperlich schwerbehinderte Menschen leben.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, Rüben gehackt und Kartoffeln nachgesammelt zu haben.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Das weiß ich nicht mehr. Aber für mein erstes Gehalt in der Ausbildung habe ich mir schicke Sandalen gekauft. Ich besitze sie heute noch.
Was würden Sie gerne können?
Ich versuche seit einigen Jahren die englische Sprache zu lernen und habe gerade mit Yoga angefangen. Beides möchte ich irgendwann gut beherrschen.
Was stört Sie an anderen?
Jammern, wenn im Leben etwas nicht so läuft wie gewünscht, und anderen die Schuld daran geben. Ich kann es auch nicht leiden, wenn für das eigene Leben keine Verantwortung übernommen wird.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über einen Witz. Arzt: Wie viel Stunden schlafen Sie täglich. Patient: Höchstens zwei Stunden. Arzt: Das ist zu wenig. Patient: Mir genügt es, nachts schlafe ich ja neun Stunden, Herr Doktor.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Mein Auto kam auf einem Parkplatz ins Rollen und ich habe mich zwischen das fremde und mein Auto gestellt. Das war wirklich nicht sehr klug und hätte auch ins Auge gehen können.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Mein Vater. Er hatte eine angeborene schwere Blutgerinnungsstörung und sein Leben war durch diese Krankheit geprägt. Doch trotz dieser permanenten Belastung hatte er eine unwahrscheinlich positive Lebenseinstellung und strahlte diese aus. Er konnte sogar ganz einfache Sachen wie das Schälen eines Apfels zelebrieren.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„ Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ von Anna Mc Partlin kann ich empfehlen.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Die gibt es nicht. Bei der Serie „ Der Club der roten Bänder“ habe ich versucht keine Sendung zu verpassen, es aber nicht geschafft.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Bei einer Karnevalsfeier.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Barack Obama. Er wirkt auf mich oft müde und enttäuscht. Mit ihm würde ich mich gern mal unterhalten.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Am ehesten koche ich deutsche Gerichte, dicht gefolgt von italienischem Essen.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Mit „Stay“ von den Shakespears Sisters – eine Jugenderinnerung.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ein selbst gemachter Fotokalender von meiner Tochter. Er ist 15 Jahre alt und etwas ganz besonderes für mich. Die Kalendertage stimmen nicht mehr, er wird trotzdem jedes Jahr Monat für Monat umgeblättert. Es sind Bilder aus der Kindheit meiner Kinder und einige gibt es nur in diesem Kalender.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Eine Reise nach New York.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Ich werde wie jetzt auch lesen, Rad fahren, Pilze suchen, durch den Wald spazieren, Sprache lernen, im Garten puzzeln, Yoga, ins Kino gehen, Familie und Freunde besuchen und/oder mit ihnen etwas unternehmen. Auch fürs Ehrenamt habe ich einige Ideen: Kindern vorlesen, im Hospitz helfen, in der Flüchtlingshilfe oder auch bei meinem dann ehemaligen Arbeitgeber, der Diakonie Güstrow.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Daniela Kühne ist meine Englischdozentin an der Volkshochschule Güstrow und sie gibt u.a. auch Deutschunterricht für Flüchtlinge, hört aus erster Hand dramatische Fluchtgeschichten. Mich beeindruckt, dass sie trotz aller Emotionalität weitermacht.










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