zur Navigation springen

20 Fragen an… : Am Inselsee-Strand immer zu Hause

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

20 Fragen an Claudia Hinz, die mit ihrem Mann das Hotel „Kurhaus am Inselsee“ betreibt und gerne auf Schöninsel spazieren geht

Claudia Hinz, Jahrgang 1974, ist ein echtes Güstrower Kind. Lediglich für die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in Rotenburg/Wümme nach dem Abitur am John-Brinckman-Gymnasium verließ sie die Barlachstadt. Nach ihrer Rückkehr 1995 hat sie im „Kurhaus am Inselsee“, das sie mit ihrem Ehemann Erich-Alexander-Hinz betreibt, ihren „ständigen Aufenthalt“. Wir stellten ihr unsere 20 Fragen.


Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Auf Schöninsel. Ich gehe dort gerne mit dem Hund spazieren. Zu jeder Jahreszeit ist schon der Weg dorthin wunderschön. Im Frühjahr blüht und duftet es überall. Im Sommer locken die Äpfel an den alten Apfelbäumen, im Herbst bieten Sanddorn und Hagebutten ein tolles Farbenspiel. Still und besinnlich ist dort der Winter.
Was würden Sie als Bürgermeisterin in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich denke, wir haben bereits einen Bürgermeister, der seine Sache sehr gut macht. Mein größter Wunsch war die Neugestaltung des Badestrandes am Inselsee, an dem ich einen Teil meiner Kindheit verbracht habe. Nachdem dies nun vor zwei Jahren angepackt wurde, freue ich mich jeden Tag über das Ergebnis.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Im Kurhaus – der Bankettbereich befindet sich momentan unter meinen Fittichen. Hier gilt es, die Absprachen mit den Feiergästen und für die Tagungen zu führen und all dies zu organisieren. Das kostet alles sehr viel Zeit.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Als Kind Altpapier und leere Flaschen und Gläser gesammelt und beim Altstoffhandel abgegeben. Zu DDR-Zeiten gab es dafür einen Obolus.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ von Mark Twain.
Was würden Sie gerne können?
Gerne gleichzeitig an verschiedenen Orten sein können: zu Hause bei meinen Kindern, dann auf dem Hochsitz zur Jagd, bei guten Freunden, für die immer zu wenig Zeit ist, oder mit meinem Mann auch mal alleine im Kino…
Was stört Sie an anderen?
Eine pessimistische Lebenseinstellung.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Ich lache gerne und viel. Aber so richtig herzlich gelacht habe ich, als eine meiner Töchter mir kurz vor einem Faschingsfest eröffnet hat, sie würde gerne als Wildschwein gehen. Ich war da noch von gängigeren Modellen wie Prinzessin oder Fee ausgegangen.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Wenn Sie meinen Mann fragen, bin ich ständig unvernünftig: Ich esse zu viele Süßigkeiten, kaufe zu viele Weihnachtsgeschenke, fahre zu schnell Auto, trinke zu wenig Wasser oder zu viel Wein… Vertiefen wir das nicht weiter.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Ich empfinde Hochachtung vor Menschen, die sich für andere einsetzen und ohne eigenen Vorteil handeln. Einen persönlichen Helden habe ich nicht.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Die Auferstehung“ von Tolstoi. Es ist ein wundervolles und sprachgewaltiges Buch, das einen sehr zum Nachdenken anregt und mit seiner Aktualität überrascht.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Ich bin nie pünktlich zum Beginn einer Fernsehserie zu Hause. Doch zum Abspannen sehe ich abends sehr gerne noch eine Folge „Downton Abbey“.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Vielleicht bei einer Karnevalsfeier – auf der anderen Seite des Tresens?
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Babra Streisand. Ich habe 2013 versucht, für ihre letzte Konzert-Tour noch Karten zu bekommen. Es scheiterte letztendlich am Preis. Aber kennenlernen würde ich sie gerne mal…
Wenn Sie selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich bin eine furchtbar schlechte Köchin. Schon als junges Mädchen musste ich manchmal in den Ferien für meinen Bruder und mich etwas zum Mittag kochen. Es gab immer abwechselnd Eierpfannkuchen und Milchreis. Ein Umstand, der ihn heute noch aufstöhnen lässt.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Promise me“ von Beverly Craven. Bei dem Lied hat mein Mann so gefühlvoll mitgesungen, dass ich gewusst habe – ich werde ihn heiraten.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ich habe viele umwerfende Geschenke bekommen. Vielleicht gibt es Gründe, weswegen Herr Grabbe mich für diese Fragen empfohlen hat? Als besonderes Geschenk habe ich jedoch die Geburt meiner Kinder empfunden.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Ich möchte gerne noch Schottland bereisen, von Edinburgh bis in die Highlands, ohne Zeitmangel und Stress.
Wie gestalten Sie ihre Freizeit als Rentner?
Ich stelle mir ein kleines Häuschen am Meer vor, meine Familie um mich herum, Freunde zu Besuch, Wärme und viel Sonnenschein… Ein schöner Wunsch – mein Mann und ich werden wahrscheinlich arbeiten bis wir 100 sind.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Jan Rädke, der als ehemaliger Schüler jetzt Direktor des Brinckman-Gymnasiums ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen