Ferienlager : Am Dolgener See Zelten mit der Polizei

Erster Polizeihauptkommissar Stefan Damrath (47) betreut das Outdoor-Camp. Janina Pabst und Larissa Rast sind schon nach zwei Tagen Freundinnen geworden.
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Erster Polizeihauptkommissar Stefan Damrath (47) betreut das Outdoor-Camp. Janina Pabst und Larissa Rast sind schon nach zwei Tagen Freundinnen geworden.

Ferienlager für eine Woche / Präventionsarbeit durch Outdoor-Camp bereits zum 21. Mal

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15. August 2015, 06:00 Uhr

Aus dem ganzen Land sind sie angereist. 66 Kinder aus Mecklenburg-Vorpommern verweilen zur Zeit in Dolgen am See. Als Präventionsprojekt lädt die Landespolizei die aus sozial benachteiligten Familien stammenden Kinder für sieben Tage zu Spaß und Spiel in die Natur. 23 Helfer, fast alles Polizeibeamte, bieten den Kindern eine spannende Woche im Zeltlager.

„Die Kinder kommen aus dem gesamten Bundesland, von Rügen bis Schwerin, von Wismar bis Torgelow“, berichtet Erster Polizeihauptkommissar Stefan Damrath. Am Donnerstag wurden die Kinder mit großen und kleinen Bussen zu Hause abgeholt. Gestern begann das Programm mit teambildenden Spielen. „Die Kleinen sollten sich erstmal kennenlernen. Dazu haben wir auch Sport genutzt“, sagt Damrath. Am Nachmittag stand ein Ausflug zu Karl’s Erdbeerhof auf dem Plan und am Abend ein Kinobesuch in Rostock. „Wir werden noch eine Nachtwanderung machen und nach Torgelow in das Ukranenland fahren, wo die Kinder historische Tätigkeiten üben können wie Töpfern oder Schmieden“, erzählt der Betreuer. Am Dienstag können sich die Kinder auf einen Piratentag freuen. Geplant ist eine Drachenbootfahrt auf der Warnow und der Besuch der Piratenfestspiele in Grevesmühlen. Außerdem wird es am Mittwoch einen Ausflug zur Landesfeuerwehrschule Malchow geben. Dort sollen sich die Kinder beim Schlauchspritzen versuchen und bekommen eine Vorführung der Diensthundestaffel. Damrath: „Wir wollen den Kindern Spiel und Spaß bieten, dabei aber auch Sport und Gemeinschaft fördern.“

Das Projekt findet zum 21. Mal statt. Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung unterstützt das finanziell. Weitere Zuschüsse kommen von den Landkreisen und kreisfreien Städten der teilnehmenden Kinder. Für die Teilnehmer ist der Aufenthalt kostenlos. Auch ein Flüchtlingskind ist diesmal dabei. Der zwölfjährige Ilya Mohammad Kordbacke kam vor fünf Jahren mit seiner Familie nach Deutschland, lebt heute in Rostock. „Es gefällt mir hier sehr gut, ich habe schon neue Freunde gefunden. Ich freue mich besonders auf die Nachtwanderung und dass wir alle zusammen Fußball spielen. Es war aufregend mit dem großen Polizeibus zu fahren“, erzählt der aus dem Iran stammende Junge. Larissa Rast und Janina Pabst sind sich einig: „Wir haben uns gestern erst kennen gelernt und sind jetzt schon unzertrennlich.“ Am meisten freuen sie sich auf die Disco am Abschiedsabend.  

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