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Güstrow : Am Denkmaltag Pracht zur Schau stellen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Tag des offenen Denkmals am 10. September – Anmeldungen jetzt möglich.

von
erstellt am 16.Feb.2017 | 05:00 Uhr

„Macht und Pracht“ ist das Motto des Denkmaltages am 10. September. Rathäuser, Schlösser und Gutshäuser, Kirchen oder Bürgerhäuser bieten sich unter dem Thema sicher an. Ab sofort können die Eigentümer von Denkmalen und andere Veranstalter ihre historischen Bauten und Stätten zum Tag des offenen Denkmals anmelden, teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit.

„Der Leitgedanke ist überregional, bietet breite Interpretationsmöglichkeiten und lässt sich auf alle Epochen beziehen“, heißt es in der Mitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Er lade zum einen zur Präsentation von prachtvollen Bauwerken ein, die der Macht in ihrer Zeit Ausdruck verliehen. Zum anderen möchte die Stiftung anregen, auch historische Gebäude und Stätten zu zeigen, die die andere Seite von Macht und Pracht widerspiegeln. Dabei denke man an bewusst nüchtern oder schlicht gehaltene Architekturobjekte sowie Orte, die Machtmissbrauch anmahnen, und Bauten, die an die Armut und Ohnmacht ihrer Zeit und Bewohner erinnern. Auch die Reformation vor 500 Jahren ließe sich wohl unter dem Thema „Macht und Pracht“ sinnvoll einordnen.

Dieter Poller von der Unteren Denkmalschutzbehörde des Landkreises sieht manches Rathaus passend zum Thema. Gerade in den Kleinstädten seien in der Zeit um 1900 schlichte Fachwerkbauten durch repräsentative Neubauten ersetzt worden. „Wo es den Bürgern gut erging, wollte man eine würdevolle Repräsentanz“, erklärt Poller. In Teterow war 1901 ein neues Rathaus eingeweiht worden. Schon 1869 beschlossen die Laager den Bau eines neuen Rathauses.


Gutshäuser und große Bürgerhäuser


Insbesondere in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden auch einige Gutshäuser in der Region Güstrow/Teterow. Andere seien zu der Zeit um- und ausgebaut worden – ebenso ein Zeichen von Macht und Reichtum. Poller kann sich aber auch repräsentative Bürgerhäuser in den Städten vorstellen. Als Beispiel nennt der das Haus in der Gleviner Straße 10, das derzeit noch saniert wird.

Der Landkreis werde wieder wie gewohnt die Objekte, die am Denkmaltag offenstehen, zusammenfassen und am Sonntagvormittag (10. September) zu einer Eröffnungsveranstaltung irgendwo im Landkreis einladen. Erst einmal wolle man die Anmeldungen abwarten, unbedingt aber möchte Poller auch dazu ermuntern, einmal Neugierige einzulassen und ihnen zu zeigen, wie man in einem denkmalgeschützten Haus leben kann.

Die Anmeldung erfolgt unter www.tag-des-offenen-denkmals.de oder schriftlich bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Anmeldeschluss ist der 31. Mai. 2016 besuchten rund vier Millionen Kulturbegeisterte weit über 8000 Denkmale in ganz Deutschland, teilt die Stiftung mit.

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