Krakow am See : Altersgerecht Wohnen: kein Wille im Luftkurort?

<fettakgl>Hier in der</fettakgl> Thälmannstraße 17 will die Wokra nach dem Abriss des Hauses altersgerechte Wohnungen bauen.<foto>hans-jürgen kowalzik</foto>
Hier in der Thälmannstraße 17 will die Wokra nach dem Abriss des Hauses altersgerechte Wohnungen bauen.hans-jürgen kowalzik

In heftiger Kontroverse stehen sich Wolfgang Sikora und Bürgermeister Wolfgang Geistert gegenüber: Es geht um altersgerechtes Wohnen im Luftkurort Krakow am See. Äußerungen brachten beide auf die Palme.

svz.de von
22. Juli 2012, 10:33 Uhr

krakow am see | In heftiger Kontroverse stehen sich Wolfgang Sikora und Bürgermeister Wolfgang Geistert gegenüber: Es geht um künftiges altersgerechtes Wohnen im Luftkurort. Der Bürgermeister habe einen Termin beim Ministerpräsidenten zur Vorlage einer entsprechenden Konzeption platzen lassen, so der Vorwurf des früheren Stadtvertreters der Linken und Mitgliedes des Ortsbeirates Möllen auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertreter. "Dafür brauchen wir keine Konzeption, die wir dem Ministerpräsidenten präsentieren", polterte der Bürgermeister zurück und sparte sich nicht die süffisante Nebenbemerkung, der nicht wahrgenommene Termin sei auch nicht beim MP, sondern "nur" beim Bauministerium gewesen. Auf zwei existierende Programme der Stadt wollte Geistert stattdessen verweisen: Die Wohnungsgesellschaft Wokra plane im August den Abriss der Ernst-Thälmann-Straße 17 und dafür einen Neubau für altersgerechtes Wohnen; Fertigstellung 2013. Und für ein zweites Vorhaben dieser Art werde nur noch ein Grundstück gesucht. Geistert: "Ein großes Projekt in Krakow sehe ich aber nicht." Einen Investor für ein "besonders innovatives Projekt", das auch Aussicht auf großzügige Förderung hätte, sehe er nicht. "Dazu haben wir leider nichts vorzuweisen. Und es gibt auch keinerlei Vorschläge." Geistert will klargestellt haben: "Ich sage nicht, dass wir das nicht brauchen, sondern dass wir es nicht können."

Wolfgang Sikora brachten die Äußerungen des Bürgermeisters auf die Palme: "Unfassbar, was Sie hier vortragen!" Besagter Termin sei "hinlänglich bekannt" gewesen, aber es habe "keine Ausschreibung, keine Aktivitäten" gegeben. Vorwurf: "Sie haben nichts gemacht!" Für Wolfgang Sikora gehe es nicht nur um die soziale Frage für alte Menschen, sondern auch um Wirtschaftskraft für Krakow am See durch im Luftkurort wohnende Senioren.

Etwas glätten vermochte Jürgen Poleratzki die Wogen auf der Einwohnerfragestunde. Der Seniorenbeirat sei in die Gespräche eingebunden, erklärte er als Vorsitzender dazu, und es werde gerade eine Bedarfsliste erstellt. Poleratzki aber bestimmt: "Wir werden nicht locker lassen."

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