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Hohen Sprenz : Alter Friedhof braucht neue Ideen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Pflege und Unterhaltung des Friedhofes in Hohen Sprenz mit Ehrenamtlichen allein nicht zu schaffen.

von
erstellt am 31.Okt.2017 | 20:45 Uhr

Der Friedhof in Hohen Sprenz ist riesig groß. Mächtige Linden zieren ihn ebenso wie zum Teil uralte Grabsteine, die in einem separaten Bereich angeordnet sind, und die Lage mit Blick auf den See. Aber der Friedhof muss gepflegt und unterhalten werden. Einen Friedhofsgärtner gibt es nicht. „Wir brauchen eine Lösung, allein mit freiwilligen Helfern ist es nicht mehr zu bewältigen“, sagt Michaela Heyder, Vorsitzende des Kirchengemeinderates Hohen Sprenz-Kritzkow.

Am Montag waren es drei Frauen, die sich zu einem Arbeitseinsatz auf dem Friedhof trafen. „Wir waren ein bisschen kurzfristig mit der Einladung“, gesteht Heike Wendtland, ebenfalls Mitglied im Kirchengemeinderat. „Aber vor der Hubertusmesse am Sonnabend – da kommen immer so viele Leute– muss auch um die Kirche sauber gemacht werden“, fügt sie hinzu. In der Kirche sei immer alles wunderbar gerichtet und geschmückt, loben die Frauen Charlotte Pansegrau, die sich darum kümmert. Freiwillige Helfer für den Friedhof, auf die man sich lange verlassen konnte, seien in ein Alter gekommen, wo es nicht mehr geht. Jüngere würden sich nicht für den Friedhof interessieren. Eine Lösung sehen die Frauen nur in einer Zusammenarbeit mit den Kommunen. Über einen Zuschuss zur Pflege des Friedhofes werde man verhandeln, kündigt Heike Wendtland an.

Auf die Veränderungen in der Begräbniskultur habe man sich bereits mit einer Urnengemeinschaftsanlage eingestellt. Weitere sollen folgen. „Wir denken auch an Rasengräber, an alles, was den Pflegenaufwand minimiert“, betont Michaela Heyder. Uta Eggers bedauert immer, wenn Einheimische in Güstrow oder anderswo begraben werden, weiß aber auch, dass die Grabpflege ein stets wichtiges Argument der Hinterbliebenen ist. „Nichts ist schlimmer als ein verwahrlostes Grab“, sagt sie. Mit mehr Beerdigungen käme auch mehr Geld für die Pflege des Friedhofes in die Kasse. Auch an eine Verkleinerung und Konzentration auf das Areal unmittelbar an der Kirche sei gedacht. „Das ist ein langfristiges Vorhaben. Es geht hier nicht um die nächsten fünf Jahre, sondern um die nächsten 30 Jahre“, informiert die Vorsitzende des Kirchengemeinderates und will keine Unruhe aufkommen lassen. Liegezeiten von 30 Jahren sind in Hohen Sprenz üblich.

Zum Glück habe der Sturm vor ein paar Tagen kaum Schäden auf dem Friedhof angerichtet. Sein Vorgänger Xavier hatte schlimmer zugeschlagen. Die Beseitigung der Schäden sei von Hand nicht möglich gewesen und habe eine vierstellige Summe gekostet.


Hubertusmesse am Sonnabend


Jetzt aber ist für die Hubertusmesse am Sonnabend erst einmal alles gerichtet. Die Messe, zu der neben der Kirchengemeinde, der Hegering Weitendorf und die Förderverein „Uns Dörpkirch“ einladen, beginnt um 14 Uhr. Die Predikt hält Pastorin Anne-Barbara Kretschmann. Den musikalischen Teil übernimmt die Jagdbläsergruppe Sabel. Ab 15 Uhr wird zu einer gemütlichen Rast auf den Pfarrhof eingeladen. Für Live-Musik wird die Hamburger Gruppe „Klönschnak“ sorgen.

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