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Krakow am See : „Altdorfer See“ jetzt doch als Außenbereich deklariert

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakower Stadtvertretung revidiert zähneknirschend und wild polternd Beschluss zu Bebauungsplan.

von
erstellt am 15.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Die Investoren für die neue Bebauung am Altdorfer See müssen nun doch den längeren und teureren Weg gehen: Das Gelände ist Außenbereich von Krakow am See, was die Anwendung des beschleunigten Verfahrens nicht gestatte. Die Krakower Stadtvertretung sah sich nach einem Einspruch der Amtsverwaltung genötigt, ihren anderslautenden Beschluss vom 30. Mai wieder aufzuheben.

Damit folgt die Stadtvertretung – höchst widerwillig – der Argumentation der Verwaltung. Formal hatte Renate Lorenz (SPD) den Widerspruch gegen den alten Beschluss eingebracht. „Man muss die Kompetenz des Amtes einfach anerkennen“, sagte die Bürgermeisterstellvertreterin. Bürgermeister Wolfgang Geistert durfte sich an der Beschlussfassung nicht beteiligen, weil er der Planer des privaten Vorhabens ist. Zur Diskussion trug er dennoch bei, auch wenn das rechtswidrig ist. Geistert erinnerte, dass der Landkreis als Rechtsaufsichtsbehörde zwar das vereinfachte Verfahren „kritisiert“ habe, jedoch „nicht geschrieben hat, dass es nicht geht“.

„Kritisieren“ aber könne bedeuten, dass das Verfahren vor Gericht landen könnte, erläuterte Steffi Lucht von der Verwaltung. „Die Stadt hat aber einen Anspruch auf einen rechtssicheren Plan.“

Mehrere Stadtvertreter richteten Vorwürfe gegen die Verwaltung des Amtes, die auch die Verwaltungsgeschäfte der Stadt besorgt. Von unnötigen Umweltgutachten etwa sprach Hannes Kremp (Die Linke), da ja bekannt sei, dass die Fläche schon früher und viel umweltproblematischer genutzt worden war, als es jetzt vorgesehen sei. Kremp wirft dem Amt sogar Kontraproduktiovität vor: „Man muss sich auch mal für etwas einsetzen.“ Jörg Oppitz (SPD-Fraktion) verstieg sich sogar zur der Behauptung: „Das Amt hat eindeutig gegen uns gearbeitet.“ Karl-Heinz Kleinpeter (Einzelbewerber) steigerte einen schon mal geäußerten Vorwurf ins Drastische: „Es handelt sich um einen Krieg zwischen Amt und Planer, also Bürgermeister.“

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