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Stadtsanierung : Alt und grau und nun doch begehrt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Lange leer stehende Häuser in Güstrower Altstadt vor der Sanierung – z.B. Gleviner Straße 10, Domstraße 21 und Mühlenstraße 47

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erstellt am 28.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Wenn Udo Fliege vom Architektenbüro Kruse und Fliege die Tür des seit Ewigkeiten leer stehenden Hauses in der Gleviner Staße 10 aufschließt und darin verschwindet, wie vor Tagen zu beobachten war, kann das fast nur bedeuten, dass das historische Gebäude aus dem Jahr 1618 endlich saniert wird. In der Tat: Die Mitglieder des Hauptausschusses beraten am Donnerstag in nichtöffentlicher Sitzung über diverse Sanierungsvorhaben in der Güstrower Altstadt, darunter auch die Gleviner Straße 10.

Nach SVZ-Informationen ist der Eigentümerwechsel vollzogen. Gefeilscht werde derzeit noch um jeden Euro Städtebauförderung, ist von Peter Lack von der Big-Städtebau, Sanierungsträger in Güstrow, zu hören. Er sei aber guter Dinge. Der Bauherr habe in Güstrow bereits seine Visitenkarte abgegeben und für ein großes Objekt seinerzeit viel Lob bekommen.

Bereits über das Stadium der Hoffnung auf Sanierung seien die Häuser Domstraße 21 und Markt 29 hinaus. Nach angekündigter Sanierung vor zwei Jahren – Städtebaufördermittel sind seither zugesagt – habe in der Domstraße 21 nochmals der Eigentümer gewechselt, berichtet Lack. Nun könne es losgehen. Auch gegenüber werde das zwischenzeitlich herrenlose Gebäude mit der Marktdrogerie nun erneuert. Ein Teil der Anbauten im Grünen Winkel wurde vergangene Woche abgerissen. „Was jetzt noch steht, wird nach strengen Vorgaben der Denkmalpflege erhalten“, betont der Big-Büroleiter in Güstrow. Auch dieser Investor sei in Güstrow bereits bekannt.

Der Bauzaun vor der Mühlenstraße 46 stehe dagegen nicht für Hoffnung auf Sanierung. Das Fachwerkhaus aus der Renaissancezeit, das zuletzt zwangsversteigert wurde, ist nicht mehr zu retten. „Schwamm und Fäulnis sind so weit fortgeschritten, dass nur noch abgerissen werden kann“, bedauert Lack. Ein Neubau werde dort entstehen. Dagegen rechnet Lack mit der Sanierung des Nachbarhauses (Nr. 47). Eine Güstrower Familie mit drei Kindern wolle sich hier den Traum vom Wohnen in der Innenstadt erfüllen, so der Big-Büroleiter. Dass nun Häuser saniert werden, die sehr lange leer standen, sieht Lack als weiteres Indiz dafür, dass der Güstrower Wohnungsmarkt für Investoren interessant ist und das Wohnen in der Altstadt seinen besonderen Reiz hat.

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