zur Navigation springen

Lohmen : Als Senior auch auf dem Lande immer up to date

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

„Virtuelles Wohnzimmer“-Projekt der Gemeinde Lohmen / Idee bei Wettbewerb in der engeren Auswahl

von
erstellt am 28.Okt.2014 | 23:30 Uhr

An einem „virtuellen Wohnzimmer“ arbeitet die Gemeinde Lohmen. Dahinter verbirgt sich eine Art persönliches Assistenzsystem auf IT-Basis für ältere Menschen im ländlichen Raum. Moderne Informationstechnologie soll helfen, die Dinge des Lebens auch im fortgeschrittenen Alter praktikabel und möglichst unkompliziert erledigen zu können.

„Das Projekt passt in unsere gesamte Strategie, das Leben in den Dörfern attraktiver zu gestalten“, betont Gerhard Beese. Senioren im Dorf halten und ihnen durch ein Netz von Dienstleistungen, die wiederum Jüngeren Arbeit bieten, das Leben zu erleichtern, daran arbeite man schon lange, fügt Heinz Koch hinzu. Mit dem neuen Projekt gehe man einen Schritt weiter und wolle ein komplexes 24-Stunden-Dienstleistungssystem mit neuartiger Informations- und Kommunikationstechnologie verbinden. Den Nutzern soll es ein problemloses Miteinander ermöglichen, aber auch den Kontakt zu Dienstleistern oder zu einem Arzt. Koch berichtete von einem Beispiel aus Greifswald. „Dort haben die Nutzer einen Bildschirm in der Wohnung und können so alle erwünschten Kontakte herstellen. Das ist stationär. Wir hätten gern eine mobile Variante“, sagt Heinz Koch. Neben dem Endgerät sei der Server sozusagen als mobiles Wohnzimmer zu betrachten.

Und weil Ideen Geld kosten, haben die Lohmener beim Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Ausschreibung zum Thema „Innovationen für Kommunen und Regionen im demografischen Wandel“ entdeckt und sich Partner gesucht. Zum Konsortium gehören u.a. die BioCon Valley GmbH, die Universität Rostock mit den Fachbereichen Informatik und Elektronik sowie Agrar- und Umweltwissenschaften, das Institut für Gesundheits- und Sozialmanagement in Warnemünde und die Firma Wemacom Telekommunikation GmbH aus Schwerin. Mit im Boot sind auch die Gemeinden Gutow, Klein Upahl, Mühl Rosin, Reimershagen und Zehna aus der Seeblick-Region und die Gemeinde Dobbertin, informiert Gerdhard Beese. Von 121 Bewerbungen seien 20 ausgewählt worden, die im nächsten halben Jahr ein Handlungskonzept zur Umsetzung ihrer Projektidee erarbeiten werden. Dies machen nun Gerhard Beese und Heinz Koch, denn das Lohmener Konsortium gehört dazu. Auch ein Förderbescheid des Ministeriums ist inzwischen eingegangen. Von den 20 Handlungskonzepten, so berichtet Gerhard Beese, werden fünf ausgewählt und deren Umsetzung dann großzügig gefördert. „Wir wollen dazu gehören“, sagt der Lohmener und kündigt eine Beratung des gesamten Konsortiums am 19. November an. Die nächsten Aufgaben seien zu besprechen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen