20 Fragen : Als Rentner kaum noch Zeit

So ernst muss Udo Sadowski – hier auf dem Schrottplatz im Industriegelände in Güstrow – nicht schauen, denn sein Unternehmen führt jetzt sein Sohn und er kann mit dem Abstand eines Rentners die Arbeit verfolgen.
So ernst muss Udo Sadowski – hier auf dem Schrottplatz im Industriegelände in Güstrow – nicht schauen, denn sein Unternehmen führt jetzt sein Sohn und er kann mit dem Abstand eines Rentners die Arbeit verfolgen.

20 Fragen an Udo Sadowski / Der 66-Jährige baute das Schrottunternehmen SBH Lohmen auf / Jetzt ist er im Ruhestand

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12. Juli 2014, 06:00 Uhr

Udo Sadowski, 1948 in Wozeten geboren, verlebte nach eigenen Angaben eine unbeschwerte Kindheit. Ab 1965 begann er eine Lehre als Baumaschinist in Schwerin. Mit Lehrbeginn wurde Udo Sadowski aktiver Judosportler mit anschließender Delegierung zum Sportclub Dynamo Hoppegarten bei Berlin. Als Maschinist arbeitete er auf den Baustellen des ehemaligen VEB Landbaukombinats. Von 1973 bis 1977 absolvierte Sadowski ein Fernstudium zum Dipl.Ing. (FH) und war als Abteilungsleiter tätig. 1992 machte er sich selbstständig und gründete die Firma SBH Lohmen. Ende 2012 schied er aus seinem aktiven Berufsleben aus. Seit 1969 ist Udo Sadowski mit Gabriele verheiratet. Sie haben zwei Söhne und sechs Enkelkinder.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Zu Hause auf der Terrasse mit Zeitung, Buch und einem Glas Wein.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Änderungsbedarf ist in unserer Gemeinde nicht notwendig, denn ich denke, wir sind in Mühl Rosin gut aufgestellt. Dennoch würde ich als Bürgermeister darauf achten, dass die Straßenränder gemäht und gepflegt werden.
Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Auf unserem Grundstück und auf den Golfplätzen in der Umgebung.
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
In den Sommer- und Herbstferien auf der damaligen LPG in Wozeten, beim Kohl hacken und als Mähdreschergehilfe.
Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für ein Kofferradio Trabant T 6 von Rema, welches ich immer noch besitze.
Was würden Sie gerne können?
Ich würde gerne weitere Fremdsprachen beherrschen.
Was stört Sie an anderen?
Neid, Missgunst, Unpünktlichkeit und Intoleranz.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Als unser jüngster Enkel von seinem Vater statt einer Fliegenklatsche eine Bienenpeitsche verlangt hat.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Nach dem Ostseeangeln zu viel Dorsch gegessen.
Wer ist Ihr persönlicher Held und warum?
Das Wort Held existiert für mich nicht. Ich achte und bewundere Menschen, die im Leben stehen, ihren Beitrag leisten, dass es allen gut geht und dabei kein großes Gewese machen.
Welches Buch lesen Sie gerade?
„Der Jungbrunnen des Dr. Shioga“. Ansonsten bevorzuge ich wissenschaftliche Abhandlungen über das Weltbild und Sterne.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Die Arztserie „In aller Freundschaft“ – der trockene Humor von Thomas Rühmann gefällt mir.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Eher bei einem Fußballspiel.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Den Golfprofessional Martin Kaymer und mit ihm einen Tag verbringen.
Wenn Sie kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Das Kochen überlasse ich gerne meiner Frau. Wir bevorzugen einheimische Gerichte. Die Weihnachtsgans brate ich natürlich auf mecklenburgische Art.
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Ein Bett im Kornfeld von Jürgen Drews. Dieses Lied hat mit der Freiheit zu tun, wie ich sie in meiner Kindheit und Jugend ausleben durfte.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Als ich 1966 in Schwerin in der Lehre war, haben meine Eltern mir das Geld für ein Motorrad MZ 175 geschenkt. Das war natürlich was.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Einen Traum erfüllen wir uns noch in diesem Jahr, indem wir mit dem Zug „Zarengold“ von Peking über die Mongolei nach Moskau fahren.
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Ich habe vor einiger Zeit meine Frau gefragt: Wie hatte ich früher nur Zeit zur Arbeit zu gehen. Der Tag als Rentner ist ganz bewusst eingeteilt: Grundstückspflege, Gartenarbeit, Golfen, Enkel.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Sabine Beutling, Trainerin beim LAC Mühl Rosin. Diese Frau ist ein Energiebündel. Hochachtung.


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