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Güstrower Anzeiger

23. November 2017 | 08:46 Uhr

Ehrensache : Als Helfer bei sich angekommen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

SVZ-Serie „Ehrensache“: Ilona Fahning aus Käselow arbeitet ehrenamtlich zwei Nachmittage in der Woche im Carisatt-Laden

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2014 | 06:00 Uhr

An zwei Tagen in der Woche ist klar, wo Ilona Fahning (54)aus Käselow zu finden ist: Im Carisatt-Laden an der Schweriner Straße in Güstrow. Hier packt sie seit sechs Jahren jeden Dienstag und Donnerstag mit an und hat Freude an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit. „Hier herrscht ein so gutes Klima, da macht jede Arbeit Spaß“, erklärt sie. Ob in der Küche, an der Kasse, ob Regale aufzufüllen sind oder eine Bedienung benötigt wird, Ilona Fahning tut alles gern.

Dazu gekommen ist die zweifache Mutter als sie als Ein-Euro-Jobberin für wenige Wochen im Carisatt-Laden arbeitete. Damals habe sie gar nicht gewusst, was alles dazu gehört. Es sind nicht nur Kunden zu bedienen. Auch in der Begegnungsstätte sind Besucher zu betreuen. „Diese Arbeit hat mir Spaß gemacht. Soziale Kontakte sind wichtig für mich“, sagt sie. Deshalb war es für die 54-Jährige keine Frage, nach Auslaufen der geförderten Maßnahmen ehrenamtlich weiterzumachen.
In Güstrow geboren, wuchs Ilona Fahning in Klein Schwiesow auf. Nach der Schulzeit lernte sie Wirtschaftskauffrau mit Spezialisierung Verkehr beim damaligen Güstrower Kraftverkehrsbetrieb. 14 Jahre war sie dort tätig, arbeitete anschließend 13 Jahre in einem Steuerbüro. In den vergangenen Jahren hielt sich die zweifache Mutter mit Mini-Jobs über Wasser.


Gutes Gefühl etwas Gutes getan zu haben


„Es ist aber auch wichtig zu wissen, dass man gebraucht wird“, betont Ilona Fahning. Das Ehrenamt im Carisatt-Laden vermittle ihr eben dieses Gefühl. „Außerdem spürt man hier die Dankbarkeit der Kunden“, freut sie sich. Ansonsten ist Ilona Fahning auch viel unterwegs. Sie arbeitet gern im Garten, ist mit dem Fahrrad auf Achse, geht spazieren oder nimmt ein Buch zur Hand.

Wenn die Leiterin des Carisatt-Ladens im Urlaub ist, ist Ilona Fahning auch gern bereit etwas mehr Zeit in ihre Ehrenamt zu investieren. „Nicht alles im Leben kann mit Geld bezahlt werden“, sagt Ilona Fahning und meint insbesondere das Gefühl, etwas Gutes für Menschen getan zu haben. „Wenn die Besucher der Begegnungsstätte sagen, wie gut ihnen das Gespräch getan habe, bin auch ich zufrieden.“ Dabei merkt sie, dass genau diese Tätigkeit ihre Berufung ist.



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