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50 Jahre MC Güstrow : Als "Dirty Track" nach Güstrow kam

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Bruno Bülau steht mit seiner zehnjährigen Enkelin Sophia in der Garage und zeigt ihr die vielen Siegerkränze. Es sind Trophäen, mit denen er sich damals nach seinen Siegen auf den Speedwaybahnen schmücken durfte.

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erstellt am 18.Jul.2013 | 12:08 Uhr

Güstrow | Bruno Bülau steht mit seiner zehnjährigen Enkelin Sophia in der Garage und zeigt ihr die vielen Siegerkränze und Schärpen. Es sind Trophäen, mit denen er sich nach seinen Siegen auf den Speedwaybahnen schmücken durfte. Der gebürtige Ahrenshagener gehört zu den Speedway-Aktivisten in Güs trow. An seinem Namen kommt keiner vorbei, wenn man sich über die 50-jährige Geschichte des Klubs unterhält. Er steht z.B. auf dem ersten Programm des MC Güstrow am 29. August 1963. Das war allerdings noch ein Moto-Cross-Rennen.

Mit Moto Cross begann Bruno Bülau auch auf der Waldbahn in Krakow am See mit dem Motorsport. Zum Speedway kam er, weil ihn Fritz Suhrbier ansprach. "Fritz suchte Helfer für den Bau der Bahn. Ich war dabei, bei Eis und Schnee", erinnert er sich. Sein erstes Speedwayrennen fuhr Bruno Bülau 1964. Aber mit was für einer Ausrüstung! Mit zerschnittenen Autoreifen als Knieschutz und "irgendwelchem Lappenzeug", ehe Schweißeranzüge vom Landmaschinenbau das etwas verbesserten. Wie glücklich war Bülau, als er einem Schweden für "einen Haufen Ostmark" eine Kombi abkaufte. Bülau entwickelte schnell Talent für den "Dirty Track" in Güstrow. 1966 holte er sich mit der Mannschaft den ersten DDR-Meistertitel. Seine vielversprechende Karriere endete allerdings schon 1968 nach einem Schulterbruch mit "allem Drum und Dran".

Sportlichen Kampf und private Fairness erlebt

So gut wie immer an seiner Seite als Vereinskamerad und Gegner war Eberhard Kammler. Noch heute sind beide Familien befreundet. Der heute 69-Jährige kam auch aus Krakow am See nach Güstrow, das war 1964. Für ihn bedeutete Speedway bzw. Bahnsport - denn Eberhard Kammler fuhr auch Sandbahn und Eisspeedway und startete als 50-Jähriger noch einmal in der Moto-Cross-Szene im Land erfolgreich durch - immer viel Spaß. "Sportlicher Kampf und private Fairness, das ist das, was ich erlebte und was ich aus meiner aktiven Zeit immer in sehr guter Erinnerung behalten werde", sagt er. Besonders sind es die vielen Handarbeiten, egal ob an der Bahn oder beim Bau der Maschinen, an die er oft denken muss.

Dem Speedway sind beide bis heute treu geblieben, bei Rennen hier und dort und Eberhard Kammler beim Nachwuchstrainung in Parchim.

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