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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 11:25 Uhr

Allens bliwwt bi’n Ollen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nach Bürgerbefragung entscheidet Bürgermeister Schuldt: Weinbergstraße in Güstrow wird keine Einbahnstraße

svz.de von
erstellt am 31.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Um die Einrichtung einer Einbahnstraße auf einem Teilstück der Weinbergstraße im Wohnquartier Goldberger Viertel ging es in einer durch die Güstrower Stadtverwaltung veröffentlichten Bürgerbefragung. Der Vorschlag bezog sich auf den Abschnitt der Weinbergstraße von der Einmündung Pustekowstraße in Richtung des Kreisverkehrs Clara-Zetkin-Straße bis zur Einmündung der Straße Beim Wasserturm. Mittels eines Verkehrsversuchs sollte geprüft werden, ob mit einer Einbahnstraße auf einem Teilstück der Weinbergstraße Einfluss auf den Durchgangsverkehr genommen und dieser reduziert werden könnte.

Insgesamt gaben 382 Haushalte aus dem Untersuchungsraum ein Votum ab. Davon sprachen sich 354 Haushalte (92,7 Prozent) gegen den Verkehrsversuch aus. Für den Verkehrsversuch stimmten 28 Haushalte (7,3 Prozent), teilt die Stadtverwaltung mit. Das Votum fiel also eindeutig aus (SVZ berichtete).

In der Umsetzung von Maßnahmen, welche sich verkehrsberuhigend auf das Wohngebiet auswirken sollten, befinden sich noch geplante Änderungen in der überörtlichen wegweisenden Beschilderung des Straßenbauamtes als Baulastträger der Landes- und Bundesstraßen. Zum Beispiel müssten ohnehin große Vorwegweiser auf den Zufahrten rund um Güstrow geändert werden, weil etwa per 1. Januar die Bundesstraße 103 zwischen Klueß und Karow zur Landesstraße herabgestuft wird. Damit dürften sich Zusatzkosten für die Stadt erübrigen, denkt Bürgermeister Arne Schuldt. Von dieser Maßnahme erhoffe sich die Verwaltung eine bessere vorzeitige Aufteilung der Verkehrsströme und in der Folge eine Entlastung im Straßennetz durch konsequente Führung übergeordneten Verkehrs auf Landes- und Bundesstraßen. Darüber sei mit dem Straßenbauamt noch zu reden.

Auch die Rebus GmbH plant Änderungen des künftigen Angebotes im Stadtbusverkehr der Linie 201 durch den Untersuchungsraum.

Die Auswertung der Bürgerbefragung erfolgte im Bau- und Verkehrsausschuss, der die Umsetzung des Verkehrversuchs einstimmig ablehnte. Der Bürgermeister als Untere Verkehrsbehörde traf jetzt seine abschließende Entscheidung gegen die Einbahnstraßenregelung.

Seit über zwei Jahren experimentiert die Stadt mit dem Verkehrsfluss in der Weinbergstraße. Eine Anwohnerinitiative hatte sich mit dem Ziel, einen zunehmenden Missbrauch der typischen Quartiersstraße als Durchgangsstraße einzudämmen, gebildet. Besonders in Stoß- und Stauzeiten auf der Süd-Ost-Durchfahrt (Goldberger Straße/Plauer Straße) wählen Autofahrer die Route Weinbergstraße – Bürgermeister-Dahse-Straße – Gutower Straße als Ausweichstrecke. Zunächst hatte es die Stadt mit einer Rechts-vor-links-Regelung versucht. Den Durchgangsverkehr schreckte das kaum ab. Nach einer Korrektur – Hauptstraße an der Ecke Bürgermeister-Dahse-Straße/An der Fähre wieder abbiegend – ergab eine nach einiger Zeit durchgeführte Verkehrszählung, dass sich der Verkehr zwar reduziert hatte, aber immer noch zu viele Autofahrer die Weinbergstraße nutzen würden.

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