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Pfarrkirche Güstrow : Alle neuen Glocken in der Stube

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Geläut der Güstrower Pfarrkirche komplettiert. Pfingsten sollen die neuen Glocken erstmals läuten.

von
erstellt am 09.Mai.2016 | 21:00 Uhr

Der nächste Akt ist geschafft: Die Glockenstube der Güstrower Pfarrkirche ist seit Montag komplett. Um 10.30 Uhr schwebte das letzte des neuen Geläuts am Flaschenzug ein, die Friedensglocke. Mit knapp 3,2 Tonnen ist sie die schwerste und zugleich größte Glocke für Sankt Marien. Zentimetergenau bugsierte Glockenmonteur Uwe Griwahn sie vorsichtig durch die Gewölbeöffnung über dem Eingangsbereich des Gotteshauses, damit seine Kollegen eine Etage über ihm die Kupfer-Zinn-Legierung von 1,72 Metern Umfang pendelfrei am Flaschenzug empfangen können.

 

Fünf Glocken sind hier jetzt installiert und damit eine mehr als bisher. Die Friedensglocke, wie die beiden anderen Neulinge in der Kunstgießerei Lauchhammer gefertigt, wird an Feiertagen und sonstigen liturgisch herausragenden Anlässen als Basis für das Vollgeläut oder auch solo ertönen. Als zweitgrößte der Neuen wird die Sonntagsglocke in den überarbeiteten Glockenstuhl gehängt. Sie sorgt an normalen Sonntagen für den Basisklang, bei speziellen Anlässen wird sie auch als Solistin zu hören sein. Die meiste Arbeit wird künftig die neue Marienglocke zu verrichten haben: zum täglichen Gebetläuten sowie als Basisklang an Sonntagen. Ihre Vorgängerin als Gebetsglocke verbleibt im Kirchturm. Etwas an die Seite gehängt, muss sie nicht mehr pendeln. Gemeinsam mit der ältesten aller Güstrower Glocken, die aus dem Jahr 1425 stammende Taufglocke, sorgt sie für die Verkündung der Uhrzeit. „Beim Schlagen der Uhrzeiten müssen sich die Güstrower also nicht umgewöhnen, das klingt wie bisher“, erzählt Dominic Scholz, Küster und Gemeindesekretär.

Am Sonnabend vor Pfingsten, zum Gottesdienst um 18 Uhr, möchte Küster Scholz auf den Knopf drücken und zum ersten Mal das neue Geläut der Pfarrkirche in Gang setzen. „So Gott will“, schiebt Pastor Matthias Ortmann ein, „der Kirchgemeinderat drängelt die Handwerker aber nicht. Sie dürfen sich Zeit nehmen, die Sicherheit hat schließlich Vorrang.“

Ein Problemchen steht dennoch aus: Die 3 Tonnen wiegende „Dominica“, die schwerste der alten Eisenhartgussglocken, will nicht raus aus dem Gotteshaus. „Ihr Umfang ist zu groß. Um sechs Zentimeter passt sie nicht durch das Portal“, erklärt Pastor Ortmann. „Ich frage mich, wie die die damals reingekriegt haben“.

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