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Tag der Inklusion : Alle brauchen gleiche Chancen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Aktionsbündnis macht auf Situation von behinderten Menschen aufmerksam und setzt sich für ihre Belange ein

Lautstark und temperamentvoll gibt die Trommlergruppe der Anne-Frank-Schule der Güstrower Werkstätten gestern um 10 Uhr am Borwinbrunnen den Auftakt zum Tag der Inklusion. Worunter zu verstehen ist, ein gleichberechtigter Teil der Gesellschaft zu sein.

„Wir wollen als Aktionsbündnis auf die Situation der Menschen mit Behinderungen in Güstrow aufmerksam machen. Und wir wollen uns dafür einsetzen, dass alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können“, macht zu Beginn Dagmar Kluge, Geschäftsführerin der Lebenshilfe, das Anliegen des Treffens klar. Eingeladen dazu hat das Aktionsbündnis aus Vereinen, Beiräten, Wohlfahrtsverbänden und Institutionen der Stadt.

„Begegnungen schaffen, Unsicherheiten im Umgang mit dem Anderen verlieren und Vorurteile beseitigen, das ist das Ziel des diesjährigen Aktionstages“, betonte Andreas Zobel von der Diakonie Güstrow. Es seien nicht unbedingt die Sehenswürdigkeiten, die eine Stadt für alle lebenswert machen, findet er. „Es sind gewisse Orte, Möglichkeiten und Personen, die für unseren Alltag eine Rolle spielen.“ Entscheidend seien für behinderte Menschen solche Fragen wie, welches Kino auch Filme für Gehörlose zeigt, ob das Theater rollstuhlgerecht ist, in welchem Sportverein Menschen mit Behinderungen trainieren können, welche Geldautomaten für blinde Menschen benutzbar sind und ähnliches. „Wir brauchen jeden einzelnen zur Umsetzung der Inklusion“, betonte Zobel und fordert alle zur Mitwirkung daran auf. „Es sind nicht alle Menschen gleich, wir müssen nur allen gleiche Chancen geben“, so Karen Larisch, Vorsitzende des Sozialausschusses der Stadtvertretung. „Wir wollen Chancengerechtigkeit für alle!“ fordert sie.

„Es geht nur gemeinsam“, betont Andreas Moritz, Vorsitzender des Behindertenverbandes Güstrow.

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