Gemeinschaftsaktion : Alle bauten mit am „Seniorenweg“

Jürgen Poleratzki (l.) und Bürgermeister Wolfgang Geistert freuen sich: Der Coup Seniorenweg ist gelungen.
Jürgen Poleratzki (l.) und Bürgermeister Wolfgang Geistert freuen sich: Der Coup Seniorenweg ist gelungen.

„Subbotniks“ für einen neuen Weg: Krakower vollenden ihr bürgerschaftliches Gemeinschaftsobjekt Am Rahmannsmoor

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28. November 2015, 18:28 Uhr

Trotz einsetzenden Schneeregens ein wichtiger Termin im Luftkurort: Mit symbolischem Handschlag und einem Glas Sekt oder Saft besiegelten die Krakower am Sonnabendvormittag den Abschluss ihres Wegebaus am Rahmannsmoor. Seit September hatten zahlreiche Helfer dafür gesorgt, dass ein seit langem existierender Trampelpfad zwischen der Seniorenresidenz „Waldesblick“ der Volkssolidarität und der Dobbiner Chaussee zu einem richtigen Weg wurde.

„Unsere Bewohner haben immer mit Spannung geschaut, wie weit der Weg ist“, erzählt Hausdame Birgit Niendorf. Speziell den 31 Bewohnern des Seniorenheims kommt das Ergebnis zupass, können die doch nun auch mit Rollstuhl und Rollator schneller in die Innenstadt und müssen nicht den Umweg über die Straße nehmen. „Wenn die sich das Ganze schon ausgedacht haben, dann soll der Weg auch so heißen: Seniorenweg“, sprach Bürgermeister Wolfgang Geistert, und ließ Jürgen Poleratzki das blau-weiße Namensschild enthüllen.

„Aber der Weg kommt ja allen Anwohnern in diesem Quartier zugute“, betonte Poleratzki. Der frühere Vorsitzende des Krakower Seniorenbeirates war mit Erich Blumenthal einer der Initiatoren für den Wegebau. Nach der erfolgreichen Bewerbung der Stadt als „Seniorenfreundliche Kommune“ wurde ein Teil der Wettbewerbsprämie in dieses Projekt gesteckt. Getan war es damit freilich nicht. Doch um nicht den Stadthaushalt über Gebühr zu belasten, wurde die Idee geboren, das Vorhaben in freiwilliger Sonnabend-Arbeit anzugehen. Für notwendige Technik konnte die Wohnungsgesellschaft Wokra gewonnen werden. Mehrere Unternehmen steuerten Material bei, was noch fehlte, finanziert die Stadt. „Dass unsere Mitarbeiter auch sonnabends mit anpackten, finde ich richtig klasse“, fand Wokra-Geschäftsführer Thomas Bachmann lobende Worte. Den Einsatz von Asylbewerbern aus Albanien, „mal in großer, mal in kleinerer Truppe“, stellte Bürgermeister Geistert heraus. Amtsvorsteher Wilfried Baldermann ist sich sicher: „Das ist eine Gemeinschaftsaktion, die der Stadt gut tut.“

Herausgekommen ist unter der Regie von Wokra-Bauleiter Rüdiger Pawelke ein fachgerecht verlegter Kleinpflasterweg, 288 Meter lang, 1,20 Meter breit, beleuchtet, und mit Böschung und Sitzgruppe – Blick auf die Dächer der Stadt – versehen. Noch stehen Treppenanbindungen zum Wohngebiet einerseits und zur Gartenanlage andererseits aus, darum müsste sich wohl die Stadt im nächsten Jahr kümmern, denkt Thomas Bachmann.

Im Frühjahr, kündigte Birgit Niendorf an, werde die VS noch einmal zu einer Feier einladen. Dann werde auch eine neue Terrasse fertig sein, verspricht sie – und das Wetter sicherlich freundlicher.  

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