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Güstrower Anzeiger

21. November 2017 | 20:34 Uhr

Güstrow : Akute Parkplatznot am KMG-Klinikum

vom

Die tägliche Parkplatzsuche nervt Besucher und Mitarbeiter des KMG-Klinikums in Güstrow. Zusätzliche Parkplätze können aber erst nach Fertigstellung der Rostocker Chaussee entstehen. Also nicht vor Ende 2014.

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erstellt am 12.Apr.2013 | 07:28 Uhr

Güstrow | Feierlich eröffnete der KMG-Klinikkonzern gestern den im Mai 2012 begonnenen Neubau des Seniorenheims auf dem Güstrower Klinikgelände. Die Investition von 8,3 Millionen verdeutlicht, wie stark das Unternehmen auf den Standort Güstrow setzt. Die gestrige Veranstaltung verdeutliche aber zugleich auch ein seit Jahren gärendes Problem des KMG-Klinikums Güstrow: die katastrophale Parkplatzsituation. Besucher- sowie Mitarbeiterparkplätze waren nicht nur gestern gnadenlos überfüllt. Notgedrungen wird mittlerweile sogar der Grün- oder doch eher Matschstreifen zwischen Besucherparkplatz und Seniorenheim-Neubau zum wilden Parken genutzt. Mitarbeiter, Besucher und Patienten klagen seit langem über diese unhaltbare Situation.

Jeden Morgen verzweifelte Parkplatzsuche

"Auf der einen Seite will die Klinik jeden behandeln, stellt aber nicht ausreichend Parkplätze zur Verfügung", sagt Rita Beil, die als medizinisch-technische Assistentin im Labor des Krankenhauses arbeitet und jeden Morgen verzweifelt nach einem Parkplatz sucht. Täglich würden Besucher auf der Suche nach einem Stellplatz hilflos umherirren. "Wir brauchen unbedingt mehr Stellflächen", sagt sie. Auch der Mitarbeiterparkplatz sei ständig überfüllt, weil viel zu klein und zu eng. "Vor allem kommen mit dem neuen Seniorenpflegeheim jetzt noch mehr Besucher zum KMG-Klinikum Güstrow", gibt Rita Beil zu bedenken.

Interimszufahrt von Dettmannsdorf zur Klinik

Auch KMG-Verwaltungsdirektor Matthias Fischer liegt das Parkplatzproblem schwer im Magen. "Vor drei Monaten haben wir einen Bauantrag zur Erweiterung der Parkflächen vor dem Krankenhaus gestellt", sagt er. Doch jetzt sei eine neue Sachlage entstanden. Fischer spielt auf die unmittelbar bevorstehende Sanierung der Rostocker Chaussee in Güstrow an. "Dadurch wird unsere Krankenhaus nur noch eingeschränkt erreichbar sein", sagt er. Eigentlich hatte die Klinikleitung die Parkplatzerweiterung auf dem Grünstreifen zwischen Besucherparkplatz und Seniorenheim-Neubau geplant, wo zurzeit wild geparkt wird. Bis zu 100 Stellplätze sollten hier entstehen. Doch um die Erreichbarkeit des Krankenhauses für Busse und besonders Rettungsfahrzeuge während der Bauarbeiten an der Rostocker Chaussee gewährleisten zu können, soll demnächst auf eben diesem Grünstreifen eine Interimsstraße entstehen. "So wird eine neue Zufahrt von Dettmannsdorf zum Krankenhaus geschaffen", sagt Fischer. "Das hat jetzt einfach Priorität. Für die Bauphase brauchen wird diese Straße." Zusätzliche Parkplätze könnten erst nach Fertigstellung der Rostocker Chaussee entstehen und die Interimsstraße wieder aufgehoben werde. Geplantes Bauende für die Rostocker Chaussee ist Ende 2014.

Fischer erklärt weiterhin, dass nach der Krankenhausbauvorschrift der jetzige Parkplatz vor dem Klinikum nicht zu klein sei. Dennoch ist auch ihm klar, dass es "de facto zu wenig Parkplätze sind". Die Entlastung durch das Parken entlang der Friedrich-Trendelenburg-Allee sei zu gering. Dennoch kann Fischer Besucher, Patienten und Mitarbeiter zurzeit nur vertrösten, indem er auf das Ende der Arbeiten an der Rostocker Chaussee verweist.

2. Bauabschnitt des Heims im Juli bezugsfertig

Unterdessen gehen die Bauarbeiten im Seniorenheim-Neubau weiter. Im Juli soll der 2. Bauabschnitt fertig sein und von Senioren bezogen werden, informiert die Güstrower Heim- und Pflegedienstleiterin Brunhilde Kölpin. Dann stehen 99 Heimplätze zur Verfügung. "Erste Bewohner haben sich bereits ihre Zimmer ausgesucht", sagt sie. Die Nachfrage sei groß. Der 1. Bauabschnitt des Seniorenheims konnte bereits im Januar bezogen werden. 56 Senioren haben in dem Neubau ein neues Heim gefunden. "Wir haben hier deutlich bessere Arbeitsbedingungen als zuvor im KMG-Klinikum und vor allem sind die Bewohner zufrieden", sagt Brunhilde Kölpin. Im Januar war das Seniorenheim, das zuvor im Klinikgebäude untergebracht war, in den Neubau umgezogen. Mit der Fertigstellung des 2. Bauabschnittes im Juli zieht auch das neue Gerontopsychiatrische Zentrum in den Seniorenheimkomplex ein, der aus insgesamt sechs Häusern besteht.

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