Post im Weihnachtsstress : Aktueller Job: Weihnachtsmann

Frank Baethke (l.) und Sven Hopke beim Beladen ihrer Spezial-Paketautos. Fotos: hans-jürgen kowalzik
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Frank Baethke (l.) und Sven Hopke beim Beladen ihrer Spezial-Paketautos.

Sven Hopke und Frank Baethke arbeiten bei Deutscher Post in Güstrow als Paket-Zusteller.

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19. Dezember 2017, 21:00 Uhr

Sven Hopkes und Frank Baethkes aktueller Job könnte auch Weihnachtsmann heißen. Die beiden Post-Mitarbeiter sind im Zustellstützpunkt in der Güstrower Neukruger Straße die Paket-Lieferanten. In zwei Spezialfahrzeugen haben die beiden Zusteller gerade Hochkonjunktur, denn das Weihnachtsgeschäft beschäftigt sie seit Wochen täglich von 7 bis 17 Uhr. Sie verteilen ausschließlich Pakete in Güstrow und Umgebung mit den Postleitzahlen 18273 und 18276. Das ist das Gebiet des Zustellstützpunktes Güstrow.

Bis zu 400 Pakete sind in diesen Tagen keine Seltenheit. Arbeitsinstrumente sind eine Sackkarre und der Scanner. „Und natürlich meine Beine und meine Arme“, erzählt Sven Hopke schmunzelnd. Das Höchstgewicht eines Pakets passt übrigens sehr gut in ein Fitness-Programm: 31,5 Kilogramm. Sven Hopke: „Am Sonnabend hatte ich drei solcher Pakete mit Wein und musste sie in die 3. Etage schaffen. Das ist schon anspruchsvoll.“

4000 Pakete kommen täglich zu den Kunden

Der 50-Jährige ist seit neun Jahren Paket-Zusteller. „Mir macht die Arbeit Spaß“, erzählt er beim Einräumen des Autos. Bis zu 35 Kilometer legt er täglich zurück. Dazu kommen rund 15 Kilometer Fußweg und Treppensteigen. Wert legt er auf Schnelligkeit und Freundlichkeit.

Frank Baethke hat ein ähnliches Pensum zu bewältigen. Er schätzt die Arbeit, weil er sie selbst verantwortlich gestaltet. „Der größte Dank ist natürlich, wenn die Kunden sich freuen, dass alles gut und pünktlich ankommt“, betont er. Frank Baethke ist seit 25 Jahren Zusteller. Seit 1984 arbeitet der 54-Jährige bei der Post.

Mit Sven Hopke und Frank Baethke sind gegenwärtig rund 50 Mitarbeiter im Dauer-Weihnachtsstress. Sie sind als so genannte Verbund-Zusteller, die auch Briefsendungen befördern, im Einsatz. „Wie jedes Jahr mussten wir zum Weihnachtsfest und Jahreswechsel zusätzliche Mitarbeiter einstellen, denn in dieser Zeit verdoppelt sich z.B. die Zahl der Pakete, die in die 25 Bezirke, in die der Güstrower Stützpunkt aufgeteilt ist, gebracht werden. Jetzt liefern alle unsere Zusteller täglich insgesamt 4000 Pakete zu unseren Kunden“, informiert Betriebsleiterin Julia Diehn. Dazu kommen die Briefsendungen. Die 28-Jährige ist für zwölf Zustellstützpunkte verantwortlich. Die werden vom Briefzentrum Rostock und vom Paketzentrum Neustrelitz der Niederlassung Neubrandenburg der Deutschen Post „gefüttert“.

Auch wenn das Weihnachtsgeschäft von den Mitarbeitern überproportional Leistungsbereitschaft verlangt, stellt Jens-Uwe Hogardt, Pressesprecher der Deutschen Post DHL Group, fest, dass der immer mehr zunehmende Bestellhandel und zusätzliche Verkaufsaktionen wie der „Black Friday“ das Paket- und Briefgeschäft der Post mittlerweile über das ganze Jahr in Atem hält. Hogardt: „Für Weihnachten geht es ja bereits im September mit der Firmenwerbung los. Ab Oktober liefern wir die ersten Pakete aus. Im November gibt es noch einmal eine Brief-Werbeschwemme.“ Natürlich sei im Dezember die Hochzeit. „Aber schon im neuen Jahr beginnen z.B. die Rücksendungen. Das Frühjahr und Ostern boomen ebenfalls. Es gibt das ganze Jahr kein Lieferungsloch. Wir arbeiten zwölf Monate auf einem hohen Niveau“, blickt Jens-Uwe Hogardt auf die aktuelle Entwicklung.

Etwas ist in diesem Jahr aber im Zustellstützpunkt doch anders. Darauf freuen sich Sven Hopke und Frank Baethke sowie alle Kollegen, denn Heiligabend ist ein Sonntag und der ist in diesem Jahr daher paket- und brieffrei.

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