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Güstrower Anzeiger

15. Dezember 2017 | 22:57 Uhr

Airport Laage: Landrat droht dem Land

vom

svz.de von
erstellt am 25.Okt.2012 | 04:48 Uhr

Güstrow | Mit einem klaren Nein (39:5) lehnte der Kreistag Mittwoch abend den Dringlichkeitsantrag von Helmut Precht (Freie Wähler) ab, die Kreismittel von 640 000 Euro für den Flughafen Rostock-Laage zu sperren, bis die Finanzierung des Airports wieder auf soliden Füßen steht. Precht hatte seinen Antrag mit einer möglichen Insolvenz des Flughafens im November begründet. Öffentlich wurde das auf einer Sitzung des Wirtschaftsausschusses (SVZ berichtete). Precht nannte eine Finanzlücke von 400 000 Euro. Er forderte, dass das Land die Lücke zu schließen habe.

Wolfgang Kraatz, stellvertretender Landrat, widersprach Precht. "Das Controlling des Mehrheitsgesellschafters, der Hansestadt Rostock, hat am 18. Oktober mitgeteilt, dass der Flughafen keine Liquiditätsprobleme hat", sagte er. Kraatz wies weiter darauf hin, dass ein Beschluss über die Mittelsperrung die anderen Gesellschafter (Rostock, Laage) in die Lage versetzen würde, keine Auszahlungen mehr vorzunehmen. "Dann wäre die Insolvenz allerdings da", sagte Wolfgang Kraatz.

Landrat Thomas Leuchert bewertete den Antrag von Precht trotzdem als "hilfreich". Er betonte, dass es für die Zukunft deutliche Positionen zum Airport geben müsse. Im Koalitionsvertrag sei er als Landesflughafen festgeschrieben. Demzufolge sei Rostock-Laage kein "Regional-, Kreis- oder Gemeindeflughafen", übte Leuchert zum Verhalten des Landes nicht zum ersten Mal Kritik. Mehr noch: Leuchert erwartet, dass das Land Mitgesellschafter wird, Anteile übernimmt und durch seine Beteiligung den Flughafen mit weiter entwickelt. Das "wenn nicht", sprach Leuchert nicht weiter aus, aber es war offensichtlich eine Drohgebärde.

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