Wildpark Güstrow : Affenhitze bei falscher Wolfstaufe

Begossene Plüschwölfe statt der echten hielten Angelika Lederer (l.) und Petra Koppe nach der Taufe in den Armen.
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Begossene Plüschwölfe statt der echten hielten Angelika Lederer (l.) und Petra Koppe nach der Taufe in den Armen.

Wildpark-Sommerfest: Welpen ließen sich zur Namensgabe nicht aus der Höhle locken / 2500 Besucher trotzen der Wärme

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06. Juli 2015, 08:00 Uhr

So heiß, wie es gestern zum Wildpark-Sommerfest der AWG Güstrow war, verdrückten sich sogar die Hauptattraktionen des Tages. „Keine Chance sie zu kriegen“, gaben die Tierpflegerinnen Angelika Leder und Petra Koppe irgendwann ihre Fangversuche auf – die Wolfswelpen verweigerten ihren Bühnenauftritt! Namen bekamen sie alle fünf dennoch, und stellvertretend erschienen ihre Plüschkollegen zur zunftgerechten Taufe. Naja und Lucy heißen die beiden Mädchen, auf Acon, Nodin und das so wolfsoriginelle Peter sollen die drei Jungs künftig besser auf die Pflegerinnen hören.

Wenngleich viele Besucher insbesondere die voll im Sonnenkegel liegenden Hauptbühnenplätze mieden und sich lieber etwas unter den Bäumen niederließen, mochte Wildparkchef Klaus Tuscher nicht unzufrieden sein. Rund 2500 Gäste zählte die kommunale Einrichtung, die erstmals als „Wildpark.mv“ einen großen Ansturm erwartete. „Vor allem unsere älteren Menschen trauen sich bei solch einer Hitze nicht gerne raus. Das ist ja verständlich“, denkt Brigitte Kornmesser von der AWG. Zum zehnten Mal gestalteten das Wohnungsunternehmen, unterstützt von der Kreismusikschule und der Wildpark gemeinsam ein Sommerfest. An die 400 junge Musiker und Tänzer habe sie auf den kleinen und der großen Bühne, vor allem aber auf den Wegen in dem weitläufigen Parkgelände im Einsatz gehabt, ließ Ulrike Bennöhr hören. Auch das Familienbündnis der Barlachstadt und das THW beteiligen sich traditionell an den Programmpunkten des Sommerfestes, und selbstverständlich Mitglieder des Fördervereins. „Da weiß inzwischen jeder, was er zu tun hat. Da macht das Spaß“, bedankt sich Klaus Tuscher bei den Beteiligten.

Spaß hatten trotz der Hitze auch die meisten Besucher, voran die Kinder. Der zweieinhalbjährige Piet wollte unbedingt auf die knapp zehn Meter hohe Plattform der THW-Riesenrutsche, und Papa Dario Sender ließ sich nicht lumpen. Der ursprüngliche Zehnaer besuchte die Eltern daheim und machte auf dem Rückweg nach Rostock einen Abstecher im Wildpark. „Wir sind jedes Jahr beim Sommerfest. Die Freigehege sind für die Kinder ideal“, erzählt auch Nicole Graubaum aus Güstrow, während Töchterchen Aurinia (6) sich geduldig schminken ließ.

Neben dem Fest-Programm erlebten die Besucher auch wieder einige Neuigkeiten im Park: die gläserne Fischtreppe in den „Flusswelten“, einen neuen Ausstieg aus der Wolfsanlage, einen Steg, von dem aus künftig vielleicht in den See gestochen werden kann…

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