Problem für Feuerwehr : Ärgernis: Zugefrorene Hydranten

Frostig: Dieses Bild präsentiert sich den Kameraden bei der gegenwärtigen Witterung häufig. Dieser Unterflurhydrant ist festgefroren. Laut Straßenreinigungssatzung sind „dem Feuerlöschwesen dienende Wasseranschlüsse freizuhalten“. Fotos: Martin Behrens
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Frostig: Dieses Bild präsentiert sich den Kameraden bei der gegenwärtigen Witterung häufig. Dieser Unterflurhydrant ist festgefroren. Laut Straßenreinigungssatzung sind „dem Feuerlöschwesen dienende Wasseranschlüsse freizuhalten“. Fotos: Martin Behrens

Vielerorts frieren die Deckel der Löschwasserversorgung fest – ein Problem für die Feuerwehren. In Güstrow wird Folie eingelegt, um ein Festfrieren zu verhindern.

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20. Januar 2016, 07:43 Uhr

„Dem Feuerlöschwesen dienende Wasseranschlüsse sind freizuhalten“, heißt es in der Straßenreinigungssatzung der Städte und Gemeinden im Landkreis Rostock – doch nicht immer halten sich die Anlieger daran. Das Resultat: „zugefrorene Hydranten“, gibt Martin Behrens von der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Doberan zu bedenken. „Gerade, wenn es schnell gehen muss, dann muss sich die Feuerwehr darauf verlassen können, dass die Hydranten Schnee- und Eisfrei gehalten werden“, macht der Feuerwehrmann deutlich.

Ehrenamtlich engagiert sich Martin Behrens für die Gemeinschaft „Feuerwehren in MV“. Hier laufen die Sorgen und Nöte der Wehren im Land zusammen. Behrens gibt ein Beispiel: „Am 12. Januar brannte ein Abschnitt eines Reihenhauses in Klein Luckow (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte). Zugefrorene Hydranten behinderten die Arbeit der Rettungskräfte, sodass die Feuerwehr Langhagen mit ihrem Tanklöschfahrzeug nachgefordert werden musste.“ Die erschwerten Bedingungen für die Kameraden verzögern auch das Löschen des Brandes, daher appelliert Martin Behrens: „Denken Sie beim nächsten Mal, wenn sie Ihren Gehweg vom Schnee befreien daran, dass es auch bei Ihnen brennen könnte.“

Güstrows Wehrführer Markus Paschen kennt diese Probleme aus der Kreisstadt indes nicht. „Pflege und Wartung der Hydranten übernehmen in Güstrow die Stadtwerke. Hier wird stets eine Folie unter dem Deckel des Hydranten eingelegt, die ein Festfrieren verhindert“, erklärt der Wehrführer. Sollte doch mal ein Deckel angefroren sein, werde ein Hydrantenauftaugerät – ähnlich einem Gasbrenner – genutzt, um den Deckel zu erhitzen und zu lösen, sagt Markus Paschen weiter. Nur hohe Schneemassen verhindern ein schnelles Auffinden der Hydranten. „Da wäre es natürlich schon gut, wenn die Hydranten beräumt werden würden. Wir nutzen aber auch kartografisches Material, um die Hydranten schnell zu finden“, erklärt Markus Paschen.

Problematisch schätzt er indes die offenen Wasserentnahmestellen in den Gemeinden ein. „Wird hier der Zeitpunkt verpasst einen Eisfreihalter – meist aus Styropor – einzubringen, um ein Zufrieren zu verhindern, gibt das wirklich große Probleme“, macht der Experte deutlich.

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