zur Navigation springen

Teschow : Ärgernis mitten im Dorf: Speicher zerfällt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 12:00 Uhr

„Einsturzgefahr – betreten verboten“ steht auf dem Schild am Zaun, der seit geraumer Zeit den Zutritt zum alten Speichergebäude in Teschow versperrt. „Eine Lösung ist das nicht“, sagt Bärbel Gläser von der Frauengruppe, ein Verein im Dorf. Irgendwann werde das Gebäude zusammenfallen, ist sie sich sicher. Nur schwer sei es für die Teschower dem tatenlos zusehen zu müssen. „Zumal sich das Gebäude mitten im Dorf befindet. Es ist so gegenwärtig“, erklärt Bärbel Gläser. Seit einer gefühlten Ewigkeit mache man Gemeindevertreter und Bürgermeister auf diesen unhaltbaren Zustand aufmerksam. Aber immer habe es geheißen, dass kein Geld da ist, um den Speicher zu erhalten. Bärbel Gläser erinnert sich an Zeiten, als die Frauengruppe ernsthaft überlegt hatte, das Gebäude zu übenehmen. Im urigen Speicher feierte man die Pyramidenfeste in der Adventszeit. Man habe damals aber eingesehen, dass man sich mit einem solchen Objekt übernehmen würde „Aber vor 15 Jahren hätte man noch etwas machen können“, gibt sie zu bedenken. Heute nutzt die Frauengruppe das Feuerwehrhaus für Veranstaltungen. Für Bürgermeister Günter Schink gibt es zu einem Abriss keine Alternative. Es fehle allein an einer sich tragenden Nutzungsidee. „Der Speicher wird eines Tages zusammenfallen“, schätzt auch er ein. Über einen Abriss sei schon nachgedacht worden. Aber Kosten im fünfstelligen Bereich hätten bisher davon abgehalten. Problematisch sei außerdem, dass der Gemeinden zwei Drittel des Speichers gehören. Ein weiteres Drittel sei in Privateigentum. Schink kündigt an, das Thema mit den Gemeindevertretern erneut diskutieren zu wollen. Ein Abriss hätte zumindest den Vorteil, dass die Gemeinde die Fläche dann als Baugrundstück ausschreiben könnte. Nur sollten die Einnahmen aus dem Grundstücksverkauf möglichst die Abrisskosten decken, so Schink.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen