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Störche kehren zurück : Adebars Liebesnest neu hergerichtet

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Störche können kommen: Brutplatz in Schwaan vor drohendem Absturz gesichert

Die Region bereitet sich auf die Rückkehr der Störche vor. Nachdem in dieser Woche in Güstrow an der Plauer Chaussee ein neuer Storchenmast aufgestellt wurde (SVZ berichtete), konnte jetzt ein Storchennest auf dem alten Pflegeheim im Lindenbruch in Schwaan vor der Zerstörung gesichert werden. Der Horst hing gefährlich schief auf dem Schornstein des Gebäudes und drohte teilweise abzustürzen.

Für Abhilfe sorgten nun das Amt Schwaan und der Storchenbeauftragte des Landkreises, Stefan Kroll. Sie beauftragten eine Fachfirma für Baumpflege, um den Nistplatz wieder auf einen sicheren Stand zu bringen. „Das Nest wurde teilweise abgetragen und neu ausgeformt“, teilt Wolf-Peter Polzin von der Unteren Naturschutzbehörde in Güstrow mit. Damit ist für einen erneuten Einzug der Rotstrümpfe in Schwaan alles vorbereitet. Die Adebare können unbesorgt aus dem afrikanischen Winterquartier zurückkehren.

Mit der frisch renovierten Herberge klappt es dann auch mit dem Nachwuchs, hofft Weißstorchbetreuer Kroll. Den Angaben des Experten zufolge sei das Nest in den vergangenen Jahren nur sporadisch genutzt worden. Dadurch seien erhebliche Schäden entstanden. Bruterfolge blieben aus. „Wenn man sich nicht um sein Eigenheim kümmert, platz hier und da etwas ab“, so Kroll.

Dass die Brutstätte überhaupt in eine Schieflage geraten konnte, ist einer Fehlkonstruktion beim Bau geschuldet. Die Störche hätten ihre Herberge schlicht zu hoch aufgebaut, erklärt Polzin. Wind und Wetter hätten dann ihr übriges getan.

Auch der zweite Horst in Schwaan, Am Tannenberg, wurde hergerichtet. So wurden die angrenzenden Tannen gestutzt, die dem Liebesnest zu nahe kamen. „Die Störche haben jetzt wieder freien Anflug“, sagt Kroll. Das Nest gehört in Sachen Brut zu den erfolgreichsten im Landkreis. Jährlich kommen hier bis zu drei Jungtiere zur Welt.


Standort in Güstrow optimal


Unterdessen begrüßt der Storchen-Beauftragte im Altkreis Güstrow, Reinhard Schaugstat, den neuen Storchenmasten in der Plauer Chaussee in Güstrow, den der Tierarzt Bernd Linke dort aufstellte. 13 Meter hoch ist der so genannte Beton-Nestmast. Der Standort sei optimal, sagt Schaugstat. „Die teilvernässten Wiesen und Weiden bieten Adebar optimale Nahrungsflächen. Im Vorjahr wurden dort fünf bis acht Störche beobachtet, 1991 waren es sogar 22 Vögel.“ Als Storchen-Beauftragter lobt er die Initiative von Bernd Linke und wünscht dem passionierten Tierarzt und Waldheger eine erfolgreiche Neuansiedlung von Weißstörchen. Seit dem 21. Februar thront zudem wieder der Storch an der Schweriner Straße in Güstrow. „Hoffen wir auf ein gutes Güstrower Storchenjahr“, sagt Schaugstat.

 

 

 

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